Copenhagen Wheel: Ein Elektro-Rad, das die Welt verändern will

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Copenhagen Wheel macht jedes Bike zum Elektro-Rad

Sieben Jahre lang hat sich das Copenhagen Wheel rund gedreht. Nun rollt der All-in-One e-Bike Antrieb auf die Straße und will jedes City-Bike zum Elektro-Rad machen.

Das Copenhagen Wheel will die Welt verbessern – weiterhin, oder besser immer noch. Vorgestellt wurde das Pedelec System im Hinterrad bereits bei der Klimakonferenz COP15 in Kopenhagen 2009. Die dänische Hauptstadt arbeitete damals mit dem Massachussetts Institute of Technology (MIT) zusammen. Gemeinsam wollte man jedes normale Fahrrad in ein E-Bike verwandeln und gleichzeitig in einen mobilen Umweltdaten-Sammler.

Schön rot war das Rad, glänzend die Idee, wohlplatziert das Produkt und entsprechend groß die mediale Aufbereitung. Nur fehlt die eigentliche Marktdurchdringung bis heute, denn nach wie vor wird das Copenhagen Wheel nicht oder nur selten ausgeliefert.

Kommt das revolutionäre E-Bike endlich?

Dies soll sich nun ändern. Seit 2012 liegen wie berichtet die entscheidenden Patente bei der U.S.-Firma Superpedestrian, selbst ein Spin-Off des MIT SENSEable City Laboratory. Bereits Ende 2013 konnten die ersten Vorbestellungen getätigt werden, doch seither warten viele “Early Adopter” vergeblich auf die Lieferung ihre E-Bike Umrüstsatzes.

Dabei gibt es das Rad tatsächlich. eBike-News konnte sich davon auf der Eurobike 2016 selbst überzeugen und es funktioniert gut. Die Ansteuerung ist sensibel und genau und die Unterschiede in der Unterstützung spürbar.

Smartphone Steuerung für das Elektro-Rad Copenhagen Wheel
Smartphone Steuerung für das Elektro-Rad Copenhagen Wheel

Besonders gefällt die Anzeige über die App, über die das gesamte System geregelt wird. Dabei sieht man sowohl, welchen Anteil das Rad und welche Watt die Beine leisten und auch, ob und wie viel Energie die E-Bike Batterie rekuperiert.

Das Elektro-Rad als Datensammler für die urbane Umwelt

Ein Versprechen, welches nach wie vor nicht eingelöst wurde, ist die Sammlung und Anzeige von Umweltdaten, wie beispielsweise Stickstoffdioxid (NOx) in der Atemluft oder Lärmverschmutzung und die entsprechende Umleitung auf andere Fahrradrouten.

Es ist aber gerade dieses Versprechen, das das Copenhagen Wheel so besonders gemacht hat. Die eigentliche Idee, alles in einem Hinterrad zu verpacken, welches leicht nachzurüsten ist, hatte bereits 2013 Nachahmer gefunden. Darunter sind zum Beispiel FlyKly aus New York oder Zehus aus Mailand.

Die E-Bike Testfahrt zeigt jedoch, dass das Copenhagen Wheel am feinsten angesteuert ist. Bei 30 Mitarbeitern aus der Robotik und von der Elite-Uni verwundert das kaum.

Zudem ist die E-Bike-Firma Superpedestrian stark gefördert und Investoren haben sich ihren Glauben an das Elektro-Rad Projekt bisher bereits 27 Mio Dollar kosten lassen.

Die Idee ist gut, das E-Bike wäre besser

Warum das Copenhagen Wheel dennoch solche Lieferprobleme hat, ist schwer zu verstehen. Bereits 2015 versicherte man der eBikeNews-Redaktion, dass man bereit sei, das Pedelec System zu verschicken. Bei der Eurobike 2016 zeigte sich das System noch einmal verbessert, doch ein Blick in die sozialen Medien enthüllt, dass Kunden immer noch auf ihr elektrisches Wunderrad warten, manche seit nun drei Jahren.

Superpedestrian versichert, dass man auf Hochtouren arbeite, jedoch sichergehen wolle, Qualitätsmängel beseitigt zu haben. Wenn geliefert wird, dann zuerst in den Staaten.

Ein knallrotes Elektro-Rad steht weißen Bikes gut
Ein knallrotes Elektro-Rad steht weißen Bikes gut

Der Preis für das Copenhagen Wheel steht bei 1.199 Dollar pro Vororder. Manchmal investiert man eben in erster Linie in eine gute Idee.

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