Neuer e-Bike Akku: Den richtigen Ersatzakku finden

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Neuer e-Bike Akku Bosch Power Pack 400/ Foto: Bosch

Leistungsabfall! Ein neuer e-Bike Akku muss her. Wir zeigen dir, wie du am besten an Ersatz kommst, wenn die Batterie zu schlapp für den Pedelec Antrieb wird.

Du willst einen neuen Akku für dein e-Bike. Hier findest du Hinweise, worauf beim Kauf zu achten ist. Wer schon weiß, was passt, kommt hier direkt zur Übersicht der e-Bike Akkus.

Neuer e-Bike Akku: Wann lohnt sich der Ersatz?

Ein neuer e-Bike Akku steht an, wenn’s der alte nicht mehr tut. Dies ist einfach fest zu stellen. Es muss deutlich öfter (nach-)geladen werden, der Motor zieht nicht mehr richtig oder setzt gar aus. Besonders im Winter, wenn die geringeren Außentemperaturen den Batteriezellen zu schaffen machen, ist der Kapazitätsabfall negativ zu bemerken. Ähnlich wie beim Smartphone, fängt es schnell an zu nerven, wenn man zu oft nachladen muss. Und besser wird es auch nicht, jeder Akku hat nur eine begrenzte Lebensdauer.

Ein moderner Li-ionen Akku hat mindestens 500 Ladezyklen, bevor er unbrauchbar für den e-Bike Einsatz wird. Ältere Modelle und Antriebe haben oft noch Akkus aus anderen Zusammensetzungen im Einsatz, die viel schneller endgültig leer sind.

BMS: Ein wichtiger Faktor

Mittlerweile ist die Chemie in den Batteriezellen eine andere, aber vor allem das BMS. Das Batterie Management System, kurz BMS, hat einen entscheidenden Einfluss auf die effiziente Nutzung des Stromspeichers. Es sorgt für die richtige Verteilung der aufgenommenen und abzugebenden Energie auf die einzelnen Zellen. Sie verhindert Überspannungen, Kurzschlüsse und Tiefentladung. Die Chance auf ein neues Batterie Management System ist ein wichtiges Argument für einen neuen e-Bike Akku.

Li-ionen: Da stimmt die Chemie

Den Durchbruch am Fahrzeug-Markt haben Elektro-Fahrräder dank des Einsatz neuer Batterien geschafft. Lithium-ionen Akkus haben eine fünf- bis zehnmal höhere Energiedichte als früher übliche Blei-, Nickel-Cadmium- oder Nickel-Mangan Batteriegemische. Außerdem sind sie um einiges leichter.

Memory Effekt: Keine Angst davor

Der sogenannte Memory Effekt bezeichnete bei älteren Akkus das Phänomen eines Kapazitätsverlusts. Die Batteriechemie „merkt“ sich wieviel Energie beim letzten Entladen entnommen wurde. Beim nächsten Vorgang stellt sie auch nur wieder die gleiche Menge zur Verfügung, bevor ein Spannungsabfall eintritt. Die tatsächlich nutzbare Kapazität verringert sich. Dieser Effekt tritt bei modernen Lithium-ionen Akkus nicht auf. Im Gegenteil, häufiges Nachladen ist viel besser als den Akku komplett leer zu fahren und dann wieder voll zu laden.

Moderne Lithium-ionen Akkus vertragen zwischen 500 und 1000 Ladezyklen. Ein Ladezyklus bezeichnet den Weg von der vollständigen Ladung bis zur kompletten Entladung. Dies wird hoch gerechnet, da es besser für den e-Bike Akku ist, wenn er so wenig wie möglich restlos entladen wird.

Beschädigung: Das kann brenzlig sein

Sofortiger Neukauf oder Ersatz steht selbstverständlich bei grober Beschädigung an. Sind Risse in der Hülle zu bemerken oder die Kontaktstellen verklebt oder ein Wackelkontakt zu finden, ist Vorsicht angesagt. Es besteht die Gefahr einer Selbstentzündung und im schlimmsten Falle eines Brandes. Sollte es tatsächlich dazu kommen: Ausbrennen lassen, mit Sand oder Decke löschen, niemals mit Wasser.

neuer e-Bike Akku für höhere Reichweite

Reichweite  – eine Frage der Akku Kapazität?

Wie weit man mit einer Akkuladung kommt, hängt davon ab wie viel Strom er abgeben kann und muss. Die Größe Wattstunden (Wh) bezeichnet die Menge an Energie, die der Akku über eine Stunde zur Verfügung stellen kann. Also dessen Kapazität an Leistung, die er abgibt. Generell gilt: Je größer der Wh-Wert, desto weiter die Strecke für die die Akkuladung reicht. Diese Angabe ist immer ungefähr, da die Effizienz des Antriebs ebenfalls Einfluss auf die effektive Reichweite des e-Bikes hat.

Errechnet wird der Wert Wattstunden (Wh) aus der vorliegenden elektrischen Spannung (Volt, V) multipliziert mit den vorhandenen Ampèrestunden (Ah). Diese geben an, welche Ladung in der Batterie gespeichert werden kann. Genauer, die Nennladung, d.h. die gleiche Ladekapazität über einen Stundenzeitraum gehalten wird. Diese ist an sich noch keine Anzeige für die Energiemenge im Akku. Aber bei gegebener Spannung (V) kann eingeschätzt werden, für wie lange Energie abgegeben werden kann und wie hoch die gespeicherte Energiemenge ist.

Nennladung (Amperestunde, Ah) x Klemmenspannung (Volt, V) = Energiespeichervermögen (Wattstunde, Wh)

Rechenbeispiel: Ein Akku mit 10 Ah und 26 V verfügt über 260 Wh. Hat der Akku dagegen nur 8 Ah, dies aber bei 36 V, ergibt das 288 Wh, also eine größere Kapazität.

Reichweite: Wie du sie beeinflusst

Um die Reichweite des e-Bike Antriebs zu verlängern, kann man auch selbst einiges tun. Die meiste Energie schlucken die folgenden Faktoren: Ein dauerhaft hohes Unterstützungslevel, also geringe Eigenleistung beim Pedalieren, der Luftwiderstand, das Gewicht der fahrenden Person, die Bodenbeschaffenheit und der Reifendruck. Und natürlich ein Fahrtweg mit vielen Steigungen. Auf Bosch-ebike.de steht ein Reichweiten-Rechner zur Verfügung. In diesen trägt man die voraussichtlichen Daten einer Tour ein. Dann kalkuliert der Assistent die zu erwartende Reichweite des Akkus.

Tipps zur Reichweitenverlängerung

1. Runter schalten vorm Losfahren. Der Start verlangt die stromintensivste Motorleistung.
2. Stop and Go vermeiden. Ausgeglichene Fahrweise ist stromsparend.
3. Flache, windgeschützte, glatte Strecken bevorzugen. Widerstand gering halten.
4. Zwischenladen. Schon eine Stunde nachtanken macht den Speicher wieder halb voll.

neuer e-Bike Akku für mehr Reichweite

Die 3 wichtigsten Fragen zum neuen E-Bike Akku

Über die Auswahlfelder in der e-Bike Akku Übersicht kommst du direkt zum richtigen Ersatzakku für dein e-Bike.

Falls du noch nicht genau weißt, was du suchst, findest du hier drei hilfreiche Fragestellungen:

Antriebssystem und Akku: Was passt zu wem

Wo ist der Akku an deinem e-Bike montiert? Am Unterohr des Rahmens? Am Sitzrohr? Unter dem hinteren Gepäckträger? In die gleiche Halterung will auch dein neuer Akku.

Der Ersatzakku für ein e-Bike muss zum jeweiligen Antriebssystem passen. Daher finde heraus, welchen Antrieb du benutzt. Zum Beispiel ist auf dem Akku selbst ein Aufkleber mit den relevanten Angaben. Dort steht der Name des Herstellers und die verwendete Spannung in Volt (V). Notiere dir diese, damit der Nachfolge Akku passt. Sollten keine Angaben mehr zu finden sein, schaue in einem e-Bike Verzeichnis wie dem e-bike-finder.com nach deinem Pedelec-Modell. In den Detailangaben stehen die entsprechenden Daten.

2x neuer e-Bike Akku: Detail Ansicht e-Tandem MTB Samedi 27 X2

Akkugröße: Besser 100 Wh oder 1.000 Wh?

Die technische Entwicklung im Bereich Akkus schreitet schnell voran. Mittlerweile gibt es deutlich größere Akkus für e-Bike und Pedelec zu kaufen als noch vor einigen Jahren. Mit der größeren Kapazität ist auch eine weit höhere Reichweite möglich.

Zu bedenken bei der Entscheidung über die Größe des neuen Akkus ist, wie das e-Bike am meisten genutzt wird. Denn: Je größer der Akku, desto teurer und schwerer ist er. Ein kleinerer Akku ist für kürzere Strecken im Alltag oft ausreichend. Es ist leichter, bei Bedarf  einen Zweitakku im Rucksack mitzunehmen, als immer das Gewicht eines fest verbauten großen Akkus mitzutragen.

  • um die 300 Wh – für die Stadt und kleine Ausflüge, ca. 60-80 km Maximale Reichweite
  • um die 400 Wh – längere Tagestouren, ca. 80-180 km Maximale Reichweite
  • um die 500 Wh – ausgedehnte Trips, viel Gepäck, bergiges Terrain, ca. 150-235 km Maximale Reichweite

Ersatzakku: Vom Originalhersteller oder ein Alternativ-Produkt

Preis oder Sicherheit ist die Frage bei der Entscheidung, ob ein neuer e-Bike Akku vom Originalhersteller oder ein meist günstigerer Nachbau besser ist. Im Original steckt sichere, aufeinander abgestimmte Technik, außerdem ist hier ein Qualitätsmanagement garantiert. Ein Nachbau punktet mit einem deutlich geringerem Preis. Der Ersatzakku sollte zumindest eine CE-Prüfung bestanden haben. Dies ist erkennbar am echten CE Zeichen.

Akku Vergleich: Jetzt den richtigen e-Bike Akku finden

E-Bike Antriebssysteme machen große Sprünge in der Leistungsfähigkeit. Motor-Steuerung, Gewicht und Integration, Akku-Kapazität – in allen Bereichen sind jährlich Fortschritte festzustellen. Besonders die Energiespeicherung in den Batterien wird immer effizienter.

Die gute Nachricht ist, dass ältere Systeme dadurch nicht schlechter werden. Solange der vorhandene Motor funktioniert, kann man den e-Bike Antrieb durch den Austausch des Akkus wieder frisch machen. Noch besser, dass die meisten neuen e-Bike Akkus abwärtskompatibel sind. Das bedeutet, solange das System und die Spannung übereinstimmen, lässt sich problemlos ein „größerer“ Akku mit mehr Wh einsetzen. Deutlich verbesserte Reichweite, schnelle Ansprache und sichereres Laden und Fahren – schon steckt neue Freude im Elektro-Tank.

Panasonic Antrieb

Eines der beliebtesten e-Bike Motor-Akku-Kombis ist das Panasonic Antriebssystem mit 26V Spannung. Fast alle Pedelecs von BH Emotion, Flyer, Kalkhoff, Kettler, KTM, Raleigh, Rixe und Victoria aus den Modelljahren bis 2013 fahren mit diesem Mittelmotor. Seit 2014 wird hauptsächlich der Panasonic Antrieb mit 36V verbaut.

Nach mehreren Jahren im Einsatz kommen jetzt viele der Original-Panasonic-26V-Akkus ans Ende ihrer Lebensdauer. Hier ist die Übersicht der Auswahl an Ersatzakkus für das Panasonic 26V Antriebssystem.

 ersatzakku-fuer-pedelec-panasonic-systeme-26v-132ah
Panasonic
26V, 8Ah
Panasonic Akku 26V 12AhPanasonic
26V, 12Ah
Panasonic 26V Akku 16AhPanasonic
26V, 16Ah
Panasonic 26v 18ahPanasonic
26V, 18Ah
Panasonic 26V 21AhPanasonic
26V, 21Ah
Panasonic 26V 24AhPanasonic
26V, 24Ah
Kg (Gewicht)32,653,63,43,53,6
Kompatibel zuPanasonic 26V Plus-AntriebePanasonic 26V Antriebe und Panasonic Premium 2006
Kann 8Ah, 10Ah, 12 Ah Akku ersetzen
alle Panasonic 26V Antriebe. Beachten: 16Ah Akku breiter als 12Ah oder 8Ah. Bei Aufrüstung messen, ob genug Platz zwischen den Tretkurbeln ist!alle Panasonic 26V Antriebe, kann 8Ah, 10Ah, 12Ah, 16Ah, 18Ah Akku ersetzenalle Panasonic 26V Antriebe, kann 8Ah, 10Ah, 12Ah, 16Ah, 21Ah Akku ersetzenalle Panasonic 26V Antriebe ab 2007 - kann 8Ah, 10Ah, 12 Ah Akku ersetzen
Ah (Ladespannung)8 (7,2)12 (13)1618 (17,6)2124 (25)
Km (Max. Reichweite)5070100140145200
Wh (Kapazität)208312416468546624
Eingesetzt in
  • Kalkhoff
  • KTM
  • Flyer bis 2005
  • BH Emotion
  • Flyer
  • Kalkhoff
  • Raleigh
  • KTM
  • Kettler
  • Victoria
  • Rixe
  • Flyer (bei Modellen ab 2006 evtl. Austausch des Akkuhalters nötig)
  • i:SY
  • Kalkhoff
  • Kettler
  • Raleigh
  • Rixe
  • Victoria
  • Flyer ab 2007
  • Flyer
  • Kalkhoff
  • Kettler
  • KTM
  • Rixe ab 2007
  • BH Emotion
  • Flyer
  • Kalkhoff
  • Kettler
  • Raleigh
  • Rixe
  • Victoria
  • € (Preis ab)299,-749,-279,-250,-349,-454,-
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    8 KOMMENTARE
    1. Ich habe soeben mein Liegetrike mit einem Go Swissdrive nachmotorisieren lassen und gleich zwei Akkus mit entsprechenden Halterungen gekauft. Leider lassen sich diese (noch) nicht gleichzeitig anstecken. Aber ich bin damit auch für sehr lange Touren mit genügend Akkukapazität gerüstet. Die Akus werden vom mir noch gekennzeichnet, damit ich sie optimal bewirtschaften kann. Ich hoffe, dass Go Swiss noch einen Kabelsatz zum gleichzeitigen Anschliessen von zwei Akkus und eine entsprechende Software entwickelt, um diese durch das System optimal zu bewirtschaften, auch unter Einbezug der Rekuperationsbremse. Das Nachladen der Akkus beim Bremsen ist ein netter Zustupf an die Reichweite. Wichtiger scheint mir, dass beim elektrischen Bremsen die mechanischen Bremsen geschont werden. Das ist bei längeren Abfahrten auch ein Sicherheitsgewinn. Etwas, das zu wenig thematisiert wird.

      • Der GoSwissDrive ist wohl ein guter Motor und ist zu empfehlen. Leider gibt es mit den Akkus Probleme. Der seinerzeit verbaute Varta-Akku ist nicht mehr erhältlich. Man muss einen Ersatzakku von der Fa. BMZ kaufen und das Bike mit einem neuen Kabelbaum und Ladegerät ausstatten. Dies sind unerfreuliche Nebenkosten. Ggf. kann man auch neue Akkuzellen einbauen. Dies wird dardurch erschwert, dass der Varta-Akku aufgeschnitten werden muss.

    2. Überhaupt scheint mir der Hinterradantrieb bei der ganzen Diskussion um das E-Bike zu kurz zu kommen. Allein das Thema Verschleiß sollte es Wert sein, mehr darüber zu berichten. Es wird immer wieder auf die „ungünstige“ Gewichstverteilung beim Hinterradantrieb verwiesen. Das ist ein nur relativer Nachteil der sich in den Bergen schnell in einen Vorteil umwandelt. In Verbindung mit dem Verschleiß steht natürlich auch das „fahrraduntypische“ Geräusch das fast alle Mittelmotoren mehr oder weniger entwickeln. In so einem eng verpackten Mittelmotor werkelt ein Getriebe mit mehreren Zahnrädern die nicht nur Krach machen sondern auch verschleißen – zusammen mit dem winzigen Antriebsritzel am Motor und dem Kettenblatt (meist nur eines möglich), der Kette und dem Ritzel oder Kranz am Hinterrad. Alles nicht der Fall beim Hinterradantrieb wo die gesamte Kraft direkt „im Hinterrad“, da wo sie eingestzt wird, erzeugt wird. Der zusätzliche E-Antrieb hat so überhaupt keine zusätzlichen Verschleiß und ist so gut wie geräuschlos da keine zusätzlichen Zahnräder bzw. kein Getriebe benötigt werden. Damit ist natürlich auch die Effizienz des Hinteradantriebes besser.
      Als einzig wirklicher Nachteil des Hinterradantriebes können die aufwendigeren Arbeiten bei Ausbau / Reperatur des Motors oder der Ausbau des Hinterrades im Falle eines Platten gelten. Alles andere spricht für ihn.
      Der Mittelmotor wird in Deutschland in erster Linie vom Handel und den Fahrdherstellern gepuscht weil die Firma Bosch mit ihrem Kapital und Know How dahinter steht – was natürlich auch ein Vorteil ist solange genügend andere Konkurrenz zugelassen wird. Hinzu kommt, dass sich der zu Beginn der Aufschwungs des E-Bikes größte Hersteller von Hinterradmotoren wegen Unzuverlässigkeit im Servicebereich bei Handel und Hersteller Ärger und hohe Kosten verursacht hat und sich so regelrecht aus dem Markt „geschossen“ hat. Um Deutschland herum, z.B. in der bergigen Schweiz und Österreich, wird das nicht so einseitig gesehen. Da ist der Hinterradantrieb durchaus weit verbreitet.

      • Solch ein Spitzenklasse-Beitrag wäre in einer Fachzeitschrift nie zu finden, weil die auf ihre Sponsoren Rücksicht nehmen müssen. Vielen Dank für diese Ausführungen.

    3. Nach der voarangegangenen Argumentation scheint mit der ideale E-Bikeantrieb ein Hinterradnabenmotor mit Schaltung an der Kurbel (z.B. Pinion) zu sein. Hocheffektiv, fast fahrradtypisch da fast geräuschlos, geringstmöchlicher Verschleiß. Aber: Leider hochpreisig! Trotzdem, der wär´s…..

    4. stromerli
      ja, der Hinterradantrieb, der kann`s.
      Wer Fahrradfahren mit Naturverbundenheit verbinden möchte, kommt am fast geräuschlos arbeitenden Hinterrad-Nabenmotor nicht vorbei. Wenn wir Ausfahrten machen, nervt mich das Gesausel und Gezirpe der mitfahrenden Bikes immens. Da ist nichts leise.Wo bleibt der Naturgenuss!?
      Die Power eines solchen Motors läßt alle anderen Bikes alt aussehen… Und dabei noch Materialschonend, da kaum Kraft auf Kette und Zahnräder gebracht wird. Obendrauf gibt es noch Rekuperation, also Akku- und Bremsschonend. Und schöner aussehen tut so ein Hinterradmotor auch, da ist es immer noch ein Fahrrad ohne Klotz am Bein bzw, in der Mitte. Und wenn es dann noch einen integrierten Akku hat und Schweizer Präzisionsarbeit ist…Schmelz…Hat zwar seinen Preis, aber es lohnt sich…

    5. Ärgerliche Schönrednerei der Akku-Leistung im obigen Artikel hier bei eBike News:
      „… •um die 300 Wh – für die Stadt und kleine Ausflüge, ca. 60-80 km Maximale Reichweite
      •um die 400 Wh – längere Tagestouren, ca. 80-180 km Maximale Reichweite
      •um die 500 Wh – ausgedehnte Trips, viel Gepäck, bergiges Terrain, ca. 150-235 km Maximale Reichweite…“

      Mein 150km „Mindest-Maximalreichweite bei „ausgedehnten Trips, viel Gepäck und bergigem Terrain“? Was für ein Stuss!!!

      Mit meinem 500Wh Bosch Akku komme ich im untersten Unterstützungsmodus, in mäßig hügeligem Terrain (lippisches Bergland), mit mäßiger Gepäckmenge und 85kg Körpergewicht im allergünstigsten Fall 100km weit. Nur was soll ich mit einem eBike, wenn ich mich doch völlig abquälen muss um die Berg hinaufzukommen. Schon im „Tour“-Modus fällt die Reichweite auf MAXIMAL 80km! Und das bei herrlich warmem Sommerwetter. Sobald es kalt wird sieht es noch schlechter aus.

      Kurz die Akku-Situation bleibt deprimierend und bei aller Fahrfreude ein bedeutender Hasenfuß bei Pedelecs. Die euphorische Schönrednerei von eBike-News nervt. Es ist kein Magazin für die Kunden, sondern für die Industrie.

      Als Ersatz für ein Auto bleibt das Pedelec ein teurer Spaß. Wenn wir eine sehr optimistische Gesamtlebensdauer von 20.000km (über 5 Jahre) pro Pedelec zugrunde legen (Mein Kalkhoff wurde keine 3 Jahre alt und fuhr maximal 8000km), in der mindestens drei 500Wh-Akkus verbraten werden, dann liegen wir allein bei den Anschaffungs+Wartungskosten (mindestens 6000 Euro) bei einem Kilometerpreis von 60 Eurocent!!! Die ADAC-Berechnungen für einen VW Golf liegen bei rund 45 Eurocent (ohne Sprit). Dafür bekomme ich aber viel mehr Arbeitsleistung. Kaufe ich einen Gebrauchtwagen, dann fällt die Rechnung noch ungünstiger für das Pedelec aus.

      Das Pedelec bleibt ein teures Spaßgerät. Man kann nur hoffen, dass sich der Markt doch etwas bereinigt und die Stückzahlen der einzelnen Modelle höher werden sodass die Preise fallen. Die Technik ist teuer und Wartungsintensiv und anfällig. Es macht sehr viel Spaß damit zu fahren aber wenn es die Autos ersetzen soll, dann muss etwas geschehen. Bei Lastenpedelecs ist die Bilanz noch viel katastrophaler. Man würde sich wünschen, dass eBike News ehrlicher im Sinne der Kunden berichtet.

      • Servuß Frank ,

        mit der Reichweite gib Ich dir 100% REcht da sind deine 100 bzw. 80 Kilometer absolut Realistisch .

        Das mit den 8000 KM und drei Akkus das kann Ich mir nur vorstellen bei Absolut schlechter Akkuwartung und um ein Kalkhoff mit 8000 KM kaputt zu bekommen gehört schon viel böse Energie dazu . Ich glaube Lebensdauer 25.000 Stunden mit 2 Akkus bei Sorgfalt und Pflege ist da eher Realistisch . wenn Ich dann von 6000 € Gesamtkosten in der Zeit ausgehe ( und das ist dann schon sehr hoch gerechnet , und wenn Ich alles vom Fachhändler machen las ) . dann komm Ich auf 24 Cent , was natürlich nicht wirklich günstig ist und Ich dir in den Punkt mit den nicht ganz billigen Fahrspaß wieder recht geben .

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