Saisonstart 2017: Berliner Fahrradschau mit Kult-Events

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Berliner Fahrradschau 2017

Die Berliner Fahrradschau ist anders als andere (Elektro-)Fahrradmessen. Neben der Werkschau gibt es abgefahrene Rad-Events für ganz klein bis ganz wild.

Station: Berliner Fahrradschau 2017

Anders ist schon der Veranstaltungsort. Nicht wie sonst in neutralen Messehallen, sondern in der trendigen Location „Station“ versammeln sich Ausstellende und Interessierte. Drinnen befinden sich mehrere Bereiche, darunter eine 300 m lange überdachte Testroute. Neu ist in diesem Jahr die Erweiterung um eine große Teststrecke draußen. Mit Stempel und nach Abgabe des Personalausweises dürfen die Test-Modelle im Gelände des benachbarten Parks am Gleisdreieck zeigen, was sie können.

Berliner Fahrradschau 2017, Foto: Jacqueline Schulz
Neuer Testparcours am Park am Gleisdreieck

Weiter weg ist das Testival von Specialized. Im Grunewald am Stadtrand stellen die US-amerikanischen Renn- und MTB-Profis ihre neuesten Gefährte zum Ausprobieren bereit. Dies ist die seltene Chance, mal das Turbo Levo zu fahren und dessen Mission Control Technik auf die Probe zu stellen.

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Foto: Berliner Fahrradschau / Jacqueline Schulz

Fokus Tipp: e-Cargobikes

Wie wär’s mit einem Elektro-Lastenrad Vergleich? Gleich sechs Anbieter von E-Cargobikes stellen ihre Schwertransporter vor. Darunter das e-Cargobike CD1 mit dreistufiger Neigetechnik von HNF Heisenberg, das sogar bei 45km/h sicher um die Ecken kommt. Auch Riese&Müller haben mit Packster und Pino speziell für die Kinder-Mitnahme erstklassige Transporter vor Ort. Weitestgehend handgefertigt sind dagegen die e-Lastenräder von Cargo Bike Monkeys. Deren ungewöhnlich geformte Rahmen macht Statis in Griechenland, Rainer in Münster schraubt sie zusammen und montiert auf Wunsch den Pendix eDrive fürs leichtere Fortkommen.

Dazu gesellen sich die schon bekannteren Butchers & Bicycles aus Hamburg, mit ihren urbanen Lösungen. Punta Velo hat die Bullits von Harry vs Larry aus Kopenhagen am Stand und XYZ Cargobike kommt aus Hamburg und Kopenhagen und ist auch sonst ein innovatives Start-Up. Zu sozial fairen und ökologisch vertretbaren Konditionen bietet sie ein Modul-Cargobike an. Hieran ist nichts geschieht, sondern alles geschraubt. So lässt sich das (e-)Cargobike unkompliziert und nach den eigenen Wünschen Modul für Modul zusammen stellen (und schrauben).

Berliner Fahrradschau 2017
Anders. Berliner Fahrradschau 2017

Haste nich’ jesehn: Neues auf der Fahrradschau

Besonders gespannt sind wir auf die Neuvorstellungen in diesem Jahr. Vello aus Wien und Mate aus Kopenhagen zeigen ihre Kompakt-e-Bikes, die sich bestens für das Fahren in der Stadt eignen, wo das e-Bike bei schlechtem Wetter auch mal mit in die Bahn kommen kann. Noch völlig unbekannt ist uns das Ahooga e-Bike aus Brüssel. Ultra-leicht, auf kleine Maße faltbar und in über 200 Farben erhältlich, erinnert es an die bekannten Klappräder von Brompton.

Für die Mitnahme in der Bahn sind die Ruffian e-Bikes nicht gemacht. Dafür findet man bei den ersten im Chopper Stil gehaltenen E-Rädern mit Bosch Motor bestimmt schnell Freiwillige für eine Tour auf dem Sozi. Dagegen gibt es das e-Bike Youmo schon länger, aber mit seiner außergewöhnlichen Gestaltung wirkt es immer noch futuristisch. Dazu kommt ein Hauch von Retro, wie es gerade wieder modern ist.

Neues in Sachen Alltags-E-Bike gibt es von Walleräng und Klever zu sehen, daneben stellt Diamant sein neues Zouma S+ vor. Freude machen aber auch die aktuellen City- und Touren e-Bikes der etablierten Hersteller. Kalkhoff, Orbea, Riese & Müller, Stromer und Vanmoof sind alle in der Station vertreten.

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Laufrad-Rallye – Foto: Berliner Fahrradschau / Jacqueline Schulz

Kannste hinjehn: Die Begleit-Events

Ausgeweitet auf fünf Tage und die ganze Stadt wird die Berliner Fahrradschau durch ganz unterschiedliche Events rund gemacht. So gibt es neben der Langen Nacht der Bikeshops speziell eingerichtete Fahrradsalons mit Kunst, Vorträgen, Lustigem und Liebhaberei zu sehen. Während auf geführten E-Bike Touren den Mauerweg entlang sich die Geschichte der Stadt abfahren lässt. In einem Kino laufen Fahrrad-Filme und es steigen die Berlin Tweed Days, eine Demo, auf der sich die elegantesten in groben Zwirn kleiden.

In der Station selbst ist neben der großen Halle für „Bike Couture“, wo es Kleidung für modebewusste wie praktisch veranlagte Radfahrende anzuprobieren ist, eine Action-Arena. Dort steigen KunstRad-Artisten in die Höhe, andere springen mit ihren Spezial-Rädern auf zweieinhalb Meter hohe Podeste. In einem kleinen Käfig kämpfen Bike-Polo Spieler/innen um Tore und auf dem Used Fun Markt kauft und verkauft man alte Esel und Liebhaberstücke. Eine ganze Etage ist den Allerkleinsten gewidmet. Im abgetrennten Bereich findet sich neben einem Indoor-Spielplatz der aus Holzlatten geformte Parcours für die sehr beliebte Laufrad-Rallye.

Die Berliner Fahrradschau in der Station Berlin läuft von Freitag, 3. März, bis Sonntag, 5. März. Ein Tagesticket kostet 14 Euro, alle Details zu den Veranstaltungen auf der Webseite.

3 COMMENTS
    • Versuch mal “easyseat” bei Sitzbeschwerden.
      Ich fahre einen seit drei Jahren und bin sehr zufrieden
      Gruss

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