25 km/h erreichen normale Pedelecs, dann hört die Unterstützung auf. Nicht so bei Harald Elendt, Gründer von Torque Bikes.  Er konnte viel schneller treten. 102 km/h zeigte das Tacho am Ende an. Damit hat er auf dem Elektrofahrrad Torque Bike RSR den offiziellen Rekordversuch anlässlich des Steherrennens “Preis der Sparkasse” in Nürnberg erfolgreich absolviert. Wir zeigen das offizielle Video inklusive Hubschrauberaufnahmen.

Die Zuschauer staunten nicht schlecht, als das Pedelec an ihnen vorbeizog. Solch eine Geschwindigkeit kannten Sie bisher nur von Autos oder Motorrädern. Der Fahrer Harald Elendt musste sich für diese Ausnahmefahrt ordentlich vorbereiten: „Nur durch meine Erfahrung aus meiner aktiven Radsportzeit auf der Radrennbahn und zig Trainingsläufen mit dem Torque Bike RSR war es erst möglich,  so hohe Geschwindigkeiten zu erreichen.“ Dabei war ihm der Erfolg nicht in den Schoß gelegt. „Bei meiner ersten Testfahrt waren 75 km/h für mich das Maximum, nur durch Feinabstimmung von Antrieb und Bike konnte ich die 100-km/h-Grenze durchbrechen.“ Auch die über 100 Jahre alte Radrennbahn hatte nicht optimale Bedingungen, denn laut Elendt schaffen schwere Motorräder, die als Schrittmacher fungieren maximal 110 km/h. Danach würden die Fliehkräfte auf Mensch und Maschine zu hoch und damit nicht mehr beherrschbar.

Gute Kleidung ist gefragt

Dermaßen schnelle E-Bikes benötigen auch gute Kleidung, die aus dem Motorsport kam. „Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich für einen leichten Motorradanzug mit Protektoren, Motorradhelm sowie Motorradhandschuhen. Bei einer Geschwindigkeit von über 100 km/h auf der rauen Betonpiste und der neu entwickelten Fahrradtechnik sowie dem neuen Fahrverhalten und Belastungsgrenzen in den 48 Grad-Steilkurven ging einfach die Sicherheit vor“, so Elendt. Flexibel hatte sie zu sein, denn mittreten musste der Fahrer trotz des speziellen Elektrofahrrads wie es bei Pedelecs üblich ist.

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Das E-Bike mit Zweiradantrieb

Was in seinem E-Bike steckte, ist ungewöhnlich. Zwei Motoren, jeweils in Vorderrad und Hinterrad sorgten für insgesamt 8 PS. Die Ansteuerung der Motoren ist laut Elendt eine Eigenentwicklung. „Wir verwenden zusätzlich Controller, die eine stufenlose Leistungseinstellung für beide Motoren ermöglichen. Das kann man mit einem intelligenten Allradantrieb beim Auto vergleichen.“ So viel Power hat Gewicht: 33 kg plus sich selbst musste Elendt über die Teststrecke bewegen.

Mit Erfolg wie sich zeigte. Er hat mit der Fahrt den inoffiziellen Rekordwert von 94 km/h übertrumpft. Der Eintrag ins Guinnessbuch steht noch aus.

Wir fragten danach, ob das Rekordrad käuflich sei. „Unverkäuflich“ gab Elendt zur Antwort. „Auf Anfrage können wir jedoch jederzeit ein individuelles Speed Bike RSR mit gleichen Fahrleistungen für Wettbewerbe aufbauen. Unsere Räder werden nach Kundenwunsch aufgebaut und sind daher alle Einzelanfertigungen. Der Preis richtet sich je nach Ausstattung und Batterievariante des Torque-Bikes.“

Weitere Rekordversuche schließt der Gründer von Torque Bikes erst mal aus. Zu viele Kundenanfragen hielten ihn davon ab.

Das Video zur Rekordfahrt:

httpv://www.youtube.com/watch?v=zQ5VylG2Yao

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