Studie: Häufiges Radfahren senkt Krebsrisiko

3
Moustache Samedi 28 Platinium mit Aktentasche am Hinterrad

Länger und gesünder Leben durch Radfahren? Eine Auswertung der Daten von 250.000 Pendlern ergab, dass Pedalieren das Risiko an Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen deutlich senkt.

Sich aktiv auf dem Weg zur Arbeit zu bewegen, schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, senkt das Krebsrisiko um fast die Hälfte und lässt länger leben. Dies hat ein Forschungsteam heraus gefunden, das sich die Gesundheitsdaten von 250.000 Probanden vornahmen, die zur Arbeit pendeln. In der im British Medical Journal veröffentlichten Studie weisen sie nach, dass sich aktive Bewegung auf dem Rad positiv auf die Gesundheit auswirkt.

Radfahren stärkt das Herz-Kreislaufsystem und senkt das Krebsrisiko

Zwar konnten das Wissenschafts-Team keine Tiefen-Erhebung durchführen, aber die Analyse der Daten ergab für sie dennoch deutliche Zusammenhänge. Andere Faktoren wie Gewicht, Ess- und Rauchverhalten rechneten sie heraus, das Ergebnis blieb. Wer zur Arbeit mit dem Rad fährt, lebt länger und hat ein deutlich geringeres Risiko an Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebs zu erkranken.

Die Studie überblickt einen Zeitraum von fünf Jahren. In denen war für Personen, die das Rad zur Arbeit nahmen das Sterberisiko allgemein um 41% geringer, das Krebsrisiko um 41%. Herz-Kreislauf-Krankheiten wurden zu 46% weniger festgestellt. Eine These zur Erklärung ist, dass Radfahrende oft einen strafferen Körper haben. Durch die gute Durchblutung könnten auch Entzündungen im Körper schneller abheilen.

Dabei ist In-die-Pedale-treten das Mittel der Wahl. Zur Arbeit zu laufen hat ebenfalls positive Effekte auf das Herz-Kreislauf-System, jedoch fallen sie im Vergleich zum Radeln weniger stark aus. Dagegen sehen die Ergebnisse für Menschen, die sich vor allen Dingen passiv, also still sitzend in Auto oder öffentlichem Nahverkehr, zur Arbeit kommen, schlechter aus.

Auf dem Flyer Flogo zur Arbeit Radfahren
Foto: Flyer

Regelmäßige Bewegung hat den größten Effekt

Je mehr Aktivität in den Alltag eingebaut wird, desto besser. Die Zweirad-Pendler kamen auf 50 km Radfahren pro Woche – sportliche Auslastung mit praktischem Nutzen. Beim Freizeit-Sport ist oft ein größerer Schweinehund zu überwinden, dadurch fällt er öfter mal aus. Dagegen erbringt man beim Zur-Arbeit-Biken die Körperleistung quasi nebenbei.

Das Forschungsteam schlussfolgert, dass es Initiativen zur Förderung aktiver Bewegung auf dem Arbeitsweg brauche. Besonders regelmäßiges Radfahren senke das Sterberisiko und schützt vor chronischen Krankheiten.

3 KOMMENTARE
HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT