The Ruffian – Vintage-Chopper als e-Bike

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The Ruffian von Ruff Cycles

Lang, länger, am längsten. The Ruffian heißt das e-Bike im Chopper-Look. Die Custombike Schmiede Ruff Cycles hat harte Ecken rund gemacht.

Wer zum ersten mal auf dem Ruffian Platz nimmt vergisst schnell, dass er gerade auf einem Fahrrad sitzt. Denn das erste e-Bike der bayerischen Firma Ruff Cycles, was übersetzt etwa soviel bedeutet wie “Der Grobian”, ist ein echtes Monster. In dem Chopper verschmelzen schwungvolles Vintage-Design und aufwändige Handarbeit mit der stärksten Antriebstechnik von Bosch. Diese Mischung macht das Bike zum echten Erlebnis, nicht nur für Custombike- oder Motorradbegeisterte. Bei unserer Testfahrt auf der Berliner Fahrradschau konnten wir uns hautnah einen ersten Eindruck von dem Pedelec verschaffen.

Chopper Style für Ruffian Custom-e-Bike von Ruff Cycles

The Ruffian von Ruff Cycles

Ruff Cycles entstand 2004 als Hersteller für Custom-Fahrradrahmen, doch seit 2012 stellt das Unternehmen mit Sitz in Regensburg auch Komplettbikes her. Mit dem Ruffian wagen die Deutschen nun nach etlichen Kundenanfragen den ersten Schritt in die e-Bike Szene, mit keinem geringeren Anspruch als das erste “echte” Chopper-e-Bike zu präsentieren. Und tatsächlich: nicht nur der Look, sondern auch das Fahrgefühl des Ruffian kommen dem eines echten Chopper-Motorrads sehr nahe. So sehr, dass sogar einige Motorradhändler bereits planen, das Bike in ihr Sortiment aufzunehmen.

Der Bosch-Motor, der häufig auch bei e-Mountainbikes zum Einsatz kommt, beschleunigt nahtlos und zieht dank seiner 75 Nm Drehmoment ordentlich an. Die Li-ionen Batterie sorgt mit ihren 500Wh für eine Reichweite von rund 90 Kilometern und macht das Bike so durchaus tauglich für längere Ausflüge.

Ruff Cycles achten auf die Ausstattung

Die Chopper Ausstattung

An der Vorderseite prangt ein opulenter 7,5 Watt Scheinwerfer, die Rückseite ist mit einem kleinen, runden Rücklicht etwas dezenter gehalten. In der Mitte des Lenkers befindet sich ein Bosch Intuvia Bordcomputer. Der kann unter anderem Schiebehilfe leisten und unterwegs USB-Geräte aufladen. Besonders stylish finden wir die breiten 26″x3″ Reifen, die sich um die farbig akzentuierten Hohlkammerfelgen schmiegen. Selbst die Zahnriemen passen sich wunderbar in den Vintage-Touch ein. Der Sattel aus stilechtem Lepper Cruiser Leather liegt weit hinten, so dass man sich beim Fahren richtig in die Kurve legen kann. Bei sehr engen Kurven muss jedoch mit dem eigenen Bein unterstützt werden, da das Bike sonst umzukippen droht. Wie bei einem echten Chopper eben. Auch bei den Deore Scheibenbremsen von Shimano (M615) bleibt sich Ruff Cycles treu. Dieses allseits taugliche Modell ist vor allem in der Tuning-Szene beliebt. Dabei ist es vergleichsweise günstig.

Obwohl das Pedelec mit 30 Kilogramm Gewicht nicht massgeblich schwerer ist als viele andere e-Bikes, macht es einen überdurchschnittlich robusten Eindruck. Das liegt vor allem an dem in der Schweiz handgefertigten, pulverbeschichteten Aluminium-Rahmen, der für eine Zuladung von bis zu 150 kg ausgelegt wurde. Als Gefährt für “echte Männer” und aufgrund des eindeutigen Fokus auf Style und Fahrerlebnis, macht The Ruffian leider kleine Abstriche beim Komfort. Aktuell ist etwa die Batterie noch sicher unter dem verschraubten Gehäusedeckel versteckt. Für die Zukunft plant Ruff Cycles aber eine Stecklösung, so dass der Akku leicht entnommen werden kann.

Der Ruffian Vintage Style

Der Ruffian Style

Bisher ist der Ruffian in drei Farben geplant und wird vorraussichtlich für 5.499 Euro ab Ende März im Handel erhältlich sein. Für wen das Stilbewusstsein nicht beim Gefährt aufhört, arbeitet Ruff Cycles momentan zusätzlich an farblich passenden Helmen und Taschen.

Unser Vorab-Fazit: The Ruffian ist was für harte Typen, die einen Mix aus Motorrad und Fahrrad fahren wollen. Wer auf Custombikes im Chopper-Style steht, kann mit diesem e-Bike eine Menge Spaß haben.

7 COMMENTS
  1. Die Leute haben wohl einen Vogel. 5.499 Euro für so ein e-Bike, dass ist das was mich abschreckt. Nein
    danke!!!

    Werner G.

  2. bin der gleichen Meinung wie Werner G.
    Es muss jeder noch sein Geld verdienen und bekommt es in der jetzigen Zeit nicht geschenkt.
    mfG. Walter R.

  3. Na ja – wem es gefällt… Und wer das Kleingeld dafür hat… Leider habe ich keine Angabe über die Top-Speed erkennen können. 30 Kg – Ok, kein Leichtgewicht. Dafür gibt es zumindest keinen Gepäckträger. 😉 Also “Rucksack aufsetzen” ist hier die Devise.
    Meiner Meinung nach gibt es Besseres und Schnelleres (z.B. S-Pedelec) für weniger Geld.
    J.

  4. Wer es sich leisten kann hat sicherlich viel Spaß damit. Die Aufmerksamkeit von Passanten ist einem auch sicher, denn viele wird es davon wohl nicht geben in Norddeutschland. Ich finde das Gerät super geil.

  5. Sieht unheimlich Kraftprotzend aus, anschauend, Laufsteg ist sicher, aber eigentlich sollte man auch flott fahren können. Nichts für Stadtfahrten oder schnell zum einkaufen. Einfach zu teuer.

  6. Hallloooooo…..
    Das ist kein E-Bike für normal sterbliche.
    Das ist ein E-Bike für individuelle die sich keine Gedanken machen wie, Gepäckträger, Reichweite, Sinn oder nicht Sinn….
    Mit dem E-Bike wird man auch keine Ausfahrten oder Ausflüge oder Touren mit Kinder Anhänger machen dazu ist das Fahrrad nicht da.
    Einen Sportwagen oder einen Geländewagen braucht man eigentlich auch nicht in der Stadt oder ?
    Ich finde es Mega das Retro E-Bike klar ist es teuer aber auch nichts von der Stange.
    Und dass das E-Bike auffällt das ist klar aber das will man bei diesem Fahrrad auch 😁

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