Trekking-E-Bike: Zwischen Alltag und Abenteuer

Trekking-E-Bikes bieten eine Flexibilität wie kaum ein anderes Zweirad. Wir zeigen dir in diesem Ratgeber, ob es die richtige Wahl für dich ist und was das E-Trekkingbike auszeichnet.

Was ist ein Trekking-E-Bike?

Komfortabel, aber dennoch auf allen Strecken zu Hause: Das Trekking E-Bike zeichnet sich vor allem durch seine vielseitigen Einsatzbereiche aus. Trekking-Bikes sind für hohe und dauerhafte Belastung genauso ausgelegt wie für den alltäglichen Verkehr. Gerade das macht sie so beliebt.

Damit das Bike die langen Touren auf zwei Rädern mitmacht, gelten hohe Ansprüche an Qualität und Lebensdauer. Die Rahmen der Trekking E-Bikes sind daher meist klassisch in Diamant- und Trapezform gehalten. Tiefeinsteiger für komfortablen Stop-and-Go sind ebenfalls erhältlich. Als Material hat sich das robuste und doch leichte Aluminium etabliert.

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Ein Trekkingrad muss auch dann noch komfortabel fahrbar sein, wenn der Untergrund unbefestigt, nass oder holperig ist. Für mehr Fahrkomfort sorgt bei geländetauglichen Trekking E-Bikes die Federgabel und gelegentlich sogar eine gefederte Sattelstütze. Eine Federung des Hinterbaus ist eher selten und lediglich bei sehr hochwertigen E-Trekkingrädern wie beispielsweise Riese & Müller oder Flyer zu finden. Die meisten Trekkingräder setzen auf 28-Zoll Bereifung, um ein ruhiges Handling zu gewährleisten.

Mit einem gut durchdachten Trekking E-Bike bist du also für Abenteuer aller Art gewappnet. Trekking E-Bikes sind für lange Touren geeignet und ermöglichen dir das leichte Anbringen von Gepäck und Satteltaschen. Zubehör wie Schutzbleche und Lichtanlage sollten robust und beständig sein.

Auf dem Trekking E-Bike sitzt du aufgrund der moderaten Sitzposition von meistens um 60° lange bequem. Damit ist die Sitzposition nicht ganz so aufrecht wie bei einem City-Bike, aber auch nicht so sportlich wie bei einem Rennrad oder Mountainbike. Das Trekking-Bike befindet sich zwischen Alltagstauglichkeit und Abenteuerlust. Daher gibt es auch viele mögliche Formen und Ausstattungen.

Welcher Antrieb am E-Trekkingbike?

Trekkingräder legen große Distanzen zurück, sind meist mit mehr Gewicht ausgestattet und eignen sich auch, um Alltagsfahrten möglichst schnell zu erledigen. Genau dafür ist der elektrische Motor von E-Bikes gedacht. Fahrten bei höherer Belastung sind damit kein Problem mehr und bringen noch mehr Fahrspaß.

Die allermeisten E-Bikes sind heute mit Mittelmotoren ausgestattet. Gerade beim E-Trekkingbike ist das eine gute Entscheidung.

Bei Frontantrieben liegt der Schwerpunkt eher ungünstig, weshalb sie auf unwegsamem Gelände ein eher ungünstiges Fahrverhalten haben: Der Schwerpunkt deines Bikes liegt meist am Heck. Gerade bei Geländefahrten und Fahrten am Berg wird dein Vorderrad daher teilweise stark entlastet. Ist der Untergrund zusätzlich relativ locker, kann die Kraft des Frontmotors dein Voderrad zum Durchdrehen bringen. Auch auf sandigen oder besonders rutschigen Untergründen kann das schonmal passieren.

Heckmotoren sind dagegen etwas besser für das E-Trekkingrad geeignet, da sie das Bike kräftig von hinten anschieben. Außerdem ist hier der Schwerpunkt wesentlich besser verteilt.

Generell ist allerdings auch beim Trekkingbike der Mittelmotor die erste Wahl. Der Mittelmotor unterstützt dich beim Treten direkt an der Kurbel. Einige neuere Modelle bieten mittlerweile sogar ein zweites Kettenblatt für noch mehr Übersetzungen an der Kurbel an. Beachte hierbei jedoch, dass die Auswahl des passenden Antriebs auch eine individuelle Sache ist. Auch ein Trekking E-Bike mit Heckantrieb kann für dich die passende Lösung sein.

Trekking E-Bikes mit Riemenantrieb sind ebenfalls möglich. Im Gegensatz zur Kette, welche sich stetig streckt und somit im Laufe der Zeit auch Ritzel und Kettenblatt abnutzt, ist der Riemen wesentlich wartungsärmer. Er ist außerdem weniger pflegeintensiv, wenn du mit dem Trekking-E-Bike vermehrt auf staubigem Untergrund oder durch Wind und Wetter fährst. Die Kette muss dagegen sauber gehalten werden immer gut gefettet sein.

Das Angebot für Trekking-E-Bikes ist riesig. Auch die bei den Motorvarianten gibts ganz verschiedene Kombinationen. Wir geben dir daher hier eine kleine Empfehlung für den passenden Antrieb.

Motorempfehlungen für Freizeitfahrten und kleine Ausflüge:

Für ambitionierte AbenteurerInnen auf abwechslungsreichen Touren ist etwas mehr Power empfehlenswert:

Wenn du bereits ein Trekking-Bike besitzt, gibt es selbstverständlich auch die Möglichkeit, es mit einem Nachrüstsatz zum E-Bike upzudaten. Der Vorteil ist, dass du Kosten sparst – der Nachteil: der Antrieb ist gegebenenfalls nicht so optimal integriert wie bei reinen E-Trekkingbikes.

Sollte ich ein Trekking-E-Bike kaufen?

Ganz besonders geeignet ist ein Trekkingbike für alle FahrerInnen, die gerne ausgiebige Freizeitfahrten machen sowie den täglichen Weg zur Arbeit damit bestreiten wollen. Der Untergrund wird zur Nebensache: Auf Schotter fährt das Trekkingbike ebenso gerne wie auf Asphalt. Gerade wenn du etwas unsicher bezüglich des richtigen Bikes bist und ein E-Bike für alle Zwecke brauchst, bist du mit dem Trekkingbike gut beraten.

Die echten Allrounder liefern zudem einen erhöhten Fahrkomfort und erfüllen in der Regel alle Sicherheitsansprüche im Straßenverkehr. Daher ist dieser Biketyp einer der gefragtesten auf dem Markt. Allerdings solltest du hierbei die Bandbreite des Trekking-E-Bikes beachten. Da es eine weite Spanne an Einsatzmöglichkeiten bietet, setzen Hersteller oft auf spezifische Eigenschaften, welche das Trekking-E-Bike eher im Gelände oder eher im Straßenverkehr positionieren. Gleichermaßen sieht es mit der Balance zwischen Sportlichkeit und Komfort aus.

Worauf muss ich beim Kauf eines Trekking-E-Bikes achten?

Damit du dein Trekking-E-Bike in vollem Umfang genießen kannst, solltest du auf einige Eigenschaften achten. Zwar erfüllen die meisten Bikes der Tophersteller alle Anforderungen an die Alltags- und Freizeittauglichkeit, dennoch gibt es einige Unterschiede in Ausstattung und auch im Typ der Trekkingräder. Es gibt Angebote bis hin zum Cross-E-Bike, welche sich eher an geländeorientierte FahrerInnen richten und es gibt Alltags-Bikes mit Option zur gelegentlichen Ausflugsfahrt, welche sich eher an gemütliche GelegenheitsfahrerInnen richten.

Die Antriebssysteme

Beim Antrieb solltest du darauf achten, dass der Motor genug Power hat, um dich auch gelegentlich am Berg ausreichend zu unterstützen. Für den Schub am Berg ist hauptsächlich das Drehmoment des Motors zuständig. Ab 60 Newtonmetern hast du auch bei anspruchsvolleren Steigungen dauerhaft genug Power am Rad. Eine weitere wichtige Komponente ist der Akku.

Mit Trekking E-Bikes macht man gerne längere Touren, weshalb ein Akku mit möglichst hoher Kapazität wichtig ist. 500 Wattstunden sind daher mindestens empfehlenswert, noch besser bist du mit über 600 Wattstunden oder sogar einer kombinierten Kapazität ausgestattet. Da du auf Trekkingrädern oft Gepäck und Getränke mitnimmst, bieten sich Modelle mit integrierten Rahmenakkus an. So bleibt innerhalb deines Rahmens genug Stauraum für andere Utensilien.

Kombinierte Akkuleistung bringt mehr Reichweite, wie hier beim Canyon Pathlite:ON

Dein Antrieb sollte außerdem verschiedene Unterstützungsstufen anbieten, welche du leicht bedienen kannst. Da der Einsatz der Trekking-E-Bikes so vielseitig ist, wechseln die Ansprüche an den Motor ständig. Während du bei gemütlichen Fahrten um den See auch stromsparend im Eco-Modus pedalieren kannst, bietet sich bei Gegenwind und Bergtouren eine höhere Unterstützungsstufe an.

Rahmen

Der Fokus des Trekking-E-Bikes liegt auf Komfort, daher ist ein stabiler Rahmen mit bequemer Sitzposition sehr wichtig. Abhängig von deiner Körpergröße und Beweglichkeit kannst du bei vielen Trekkingbikes zwischen Diamantrahmen mit hohem Oberrohr und Trapezrahmen mit niedrigem Oberrohr wählen. Zweiteres erleichtert den Einstieg, bietet allerdings geringfügig weniger Stabilität.

Ob dein Trekkingbike eine Federgabel benötigt, hängt von deinen Streckenvorlieben und deinem Komfortbedürfnis ab. Eine Federgabel fängt Erschütterungen ab und ist daher sinnvoll, wenn du viel im Gelände unterwegs bist. Bedenke dabei, dass eine Federgabel mehr Gewicht bedeutet und ebenfalls einem gewissen Verschleiss unterliegt. Für die täglichen Pendelfahrten auf Asphalt kannst du dir die Federgabel eventuell sparen.

Besonders praktisch ist bei vielen Trekking-E-Bikes, dass die Rahmen gleich passende Halterungen für Taschen, Anhänger und Zubehör mitbringen. Gepäckträger und Schutzbleche können gegebenenfalls leicht an- und abmontiert werden, sodass das Bike noch flexibler ist.

Sonstige Teile

Besonders, wenn du oft bergab und schnell unterwegs bist, solltest du außerdem auf eine gute Bremsanlage achten. Hydraulische Scheibenbremsen greifen knackig und verlässlich, allerdings ist die Eigenreparatur etwas aufwendig und nur mit Fachwissen zu empfehlen. Dennoch ist die Scheibenbremse hier eine geeignete Wahl.

Bei den Reifen zählt vor allem Pannensicherheit. Verschiedene Hersteller bieten hier unterschiedliche Qualitäten an. Ein guter Tipp ist der Schwalbe Marathon Plus Reifen. Diese kannst du jedoch auch noch nachrüsten, wenn die verbauten Reifen abgefahren oder kaputt sind. Des Weiteren sollte der Reifen nicht zu schmal sein und genug Profil haben, damit du auch auf unbefestigten Wegen noch genügend Grip hast.

Unsere Trekking-E-Bike Empfehlungen

Wie bei allen Fahrrädern gilt beim Trekkingbike: Qualität hat seinen Preis. Ein gutes Trekkingbike hält lange, daher kannst du es als langfristige Investition betrachten. High-End Bikes bieten eine ausgesprochen gute Federung, hydraulische Scheibenbremsen, pannensichere Reifen und eine qualitativ hochwertige Gangschaltung. Damit du auch nachts und im Winter mit dem Fahrrad pendeln kannst, solltest du außerdem Wert auf eine hochwertige Lichtanlage legen.

Im unteren Preissegment finden sich vor allem Trekking-E-Bikes, die eher an Citybikes erinnern. Ungefederte Modelle mit kleiner Gangauswahl sind eventuell nur für Ausritte in die flache, ländliche Umgebung geeignet statt über Hügel und durch Wälder.

Im breiten Einsatzbereich der Trekkingbikes ergibt es meist keinen Sinn konkrete Empfehlungen auszusprechen. Denn neben dem Verwendungszweck spielt auch deine eigene Vorliebe bei der Auswahl eine große Rolle. Du solltest dir daher überlegen, welche Rahmenform du bevorzugst, ob du eine Federung wünschst oder welche Reichweite dein neues Rad mitbringen soll. Wir empfehlen dir daher vor allem, dir verschiedene Modelle anzusehen und bezüglich der verbauten Komponenten und des Preis-Leistungsverhältnis zu vergleichen. Gute und hochwertige E-Trekking Modelle findest du, sortiert nach Auswahl, in den folgenden Shops:

In unserem Ratgeber über die besten Onlineshops für E-Bikes und Zubehör haben wir die einzelnen Vor-und Nachteile aufgelistet und erklären, wo du auch stationären Support für dein neues Rad bekommst.

Kommt auch ein anderes E-Bike in Frage?

Das Trekking-E-Bike befindet sich zwischen den Stühlen: Es ist nicht so sportlich ausgerichtet wie ein Mountainbike, allerdings auch nicht so komfortabel wie ein Citybike. Wenn du die Ausstattung für das Gelände nicht wirklich benötigst und lieber sehr aufrecht sitzen möchtest, lohnt sich der Blick auf ein Citybike. Diese Modelle sind oft günstiger und dennoch alltagstauglich – mit dem Fokus auf befestigte Straßen.

Benötigst du jedoch ein Bike, welches ausschließlich auf Abenteuer und Ausflug ausgerichtet ist, bei dem es immer etwas rauer zugeht, dann ist wohl eher ein Cross- oder Mountainbike die richtige Wahl. Diese Fahrräder sind eher sportlich ausgerichtet, immer gefedert und du kannst befestigte Wege links liegen lassen. Eine weitere Alternative bieten Gravelbikes. Auch diese Fahrräder nehmen es mit dem Gelände auf, ähneln aber eher dem Rennrad. Sowohl Mountainbikes als auch Gravelbikes lassen sich übrigens auch mit Taschen für längere Touren ausrüsten.

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