Fahrradhelm Test 2019: Der Kopfschutz im Fokus

Fahrradhelme galten gerade für Kinder einst als lästiges und mitunter „übertriebenes“ Beiwerk beim Radfahren. Heute gibt es keine zwei Meinungen: Ohne Radhelm geht es nicht – weder auf dem herkömmlichen Fahrrad, und noch weniger auf dem E-Bike. Allerdings ist die Wahl des richtigen Produktes mit Blick auf die große Auswahl auf dem Markt sehr schwer. Denn inzwischen gibt es Fahrradhelme in Hülle und Fülle von zahlreichen Herstellern. Deswegen ist das Studieren von mindestens einem Fahrradhelm-Test heutzutage fast schon unumgänglich vor dem Kauf des entsprechenden Kopfschutzes. Während manche Zeitgenossen vor allem auf das Design oder die Farben des Kopfschutzes blicken, gibt es doch durchaus wichtigere Faktoren. Nachfolgend informieren wir über die wichtigsten Punkte rund um den Kauf des Fahrradhelms. Ebenso blicken wir auf den jüngsten Fahrradhelm Test 2017 der Stiftung Warentest und die entsprechenden Produkte.

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Fahrradhelm Test der Stiftung Warentest

Den bisher sicherlich umfangreichsten und interessantesten Fahrradhelm Test hat die Stiftung Warentest zu bieten. Die Verbraucherorganisation nahm sich zuletzt im Frühjahr 2017 dem Thema an und untersuchte zusammen mit dem ADAC die wichtigsten Produkte. Bei dem Fahrradhelm Test 2017 versahen die Verbraucherorganisation und der Automobilklub sieben der insgesamt 15 getesteten Produkte mit der Note gut. Einen Fahrradhelm Test 2018 oder gar 2019 gibt es bislang nicht. Auch spezielle aktuelle Tests wie ein Fahrradhelm Baby Test, ein Fahrradhelm Damen Test oder ein Fahrradhelm Herren Test lassen sich bislang ebenfalls nicht finden.

Casco Active 2

Als Testsieger beim damaligen Test für Fahrradhelme ging der Casco Active 2 hervor. Der Schutzhelm aus dem mittleren Preissegment erhielt die Note „gut“ (1,7). Besonders überzeugen konnte der Radhelm bei der Hitzebeständigkeit und im Bereich der Schadstoffe. Ebenso erwähnten die Tester der Stiftung Warentest einen weiteren wichtigen Punkt: die zahlreichen Öffnungen des Helms sorgen für ein stetiges Kühlen des Kopfes. Ferner ist demnach das geringe Eigengewicht hervorzuheben, das sich insbesondere bei langen Fahrten ausbezahlt. Dahingegen spielt in puncto Sicherheit das Design und die Farben natürlich keine oder nur eine untergeordnete Rolle, genauso wie beispielsweise die eigentlich wichtige Frage nach einem Rücklicht am Helm.

Der komplette Fahrradhelm Test der Stiftung Warentest lässt sich hier im Detail gegen eine Gebühr von drei Euro nachlesen.

Die Produkte aus dem Fahrradhelm Test

Auch wenn das eine oder andere Modell der von der Stiftung Warentest und dem ADAC getesteten Produkte nicht mehr das brandneueste ist, so blicken wir dennoch kurz auf die 15 Helme aus dem Fahrradhelm Test. Zunächst schauen wir auf die acht Helme, die das Testurteil „gut“ erhalten haben.

1. Casco Activ 2

Casco Activ 2*
Casco Activ 2
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Zuletzt aktualisiert am 19/09/2019 um 18:06 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Als Testsieger beim Test für Fahrradhelme bei Stiftung Warentest und dem ADAC ging der Casco Activ 2 hervor. Der Testsieger Fahrradhelm erhielt die Gesamtnote von 1,7 und konnte somit den Fahrradhelm Test für sich entscheiden. Insbesondere beim Unfallschutz konnte dieses Modell die Tester besonders überzeugen. Ferner gab es Pluspunkte für das niedrige Eigengewicht des Fahrradhelm Testsiegers, die Hitzebeständigkeit sowie die geringe Schadstoffbelastung für diesen Helm aus dem mittleren Preisbereich. Positiv an diesem Helm ist sicherlich auch die gute Sichtbarkeit durch die Sicherheits-Reflektoren-Streifen.

2. Cratoni Pacer

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Zuletzt aktualisiert am 19/09/2019 um 21:46 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Rang zwei holte sich bei dem Test der Cratoni Pacer mit einer Gesamtnote von 1,8. Der nur halb so teure Helm im Vergleich zum Testsieger überzeugte insbesondere beim Komfort sowie ebenfalls beim Unfallschutz. Der Fahrradhelm Test ADAC hob zusätzlich die niedrige Schadstoffbelastung und die Hitzebeständigkeit hervor. Für diesen Helm sprechen sicherlich auch die auffälligen Reflektoren, die für eine zusätzliche Sichtbarkeit sorgen.

3. Lazer Beam Mips

Lazer Helm Beam MIPS*
Lazer Helm Beam MIPS
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Zuletzt aktualisiert am 19/09/2019 um 21:46 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Rang drei beim Test für Fahrradhelme belegte der Lazer Beam Mips mit einer Gesamtnote von 2,1. Besonders positiv konnte dieser Fahrradhelm bei der Hitzebeständigkeit, dem Komfort sowie dem guten Unfallschutz abschneiden. Der günstigste Kopfschutz unter den mit der Note gut bewerteten Helmen musste hingegen etwas Federn bei der Benotung lassen, da er im Dunkeln nicht so gut zu erkennen ist. Bei diesem Helm übrigens ist kein Reflektor angebracht, sodass kein zusätzliches Element der Sichtbarkeit vorhanden ist.

4. Limar X-Ride-Superlight

Zuletzt aktualisiert am 19/09/2019 um 21:46 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Mit einer Gesamtnote von 2,3 brachte es der Limar X-Ride-Superlight auf den vierten Rang des Fahrradhelm Tests von ADAC und Stiftung Warentest. Besonders hervorzuheben sind hier laut den Testern:

  • Gute Abstreifsicherheit
  • Guter Schutz vor Verletzungen
  • Gute Sichtbarkeit durch Reflektoren
  • Sehr geringes Gewicht

Zugleich hieß es aber auch, dass nur ein ausreichender Tragekomfort und Passform des Helmes gegeben ist.

5. Alpina Mythos 3.0

Zuletzt aktualisiert am 19/09/2019 um 17:26 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Rang fünf bei dem Test belegte der Alpina Mythos 3.0 mit einer Testnote von 2,4. Während hier ein Mangel in der schlechten Erkennbarkeit im Dunkeln liegt, punktet der Helm mit einem guten Schutz vor Verletzungen, einer guten Handhabung, einem guten Komfort und den für E-Bikes beispielsweise wichtigen guten Belüftungseigenschaften mit seinen Belüftungskanälen. Hätte dieses Modell Reflektoren zur besseren Sicherheit, wäre es sicherlich noch weiter oben im Ranking gelandet.

6. Bell Annex MIPS

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Zuletzt aktualisiert am 19/09/2019 um 17:16 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Beim Bell Annex MIPS (Testnote 2,5) handelt es sich um einen Kopfschutz, der dem Fahrradhelm Test 2017 von ADAC und Stiftung Warentest zufolge nicht nur sehr gut im Dunkeln zu erkennen ist. Zudem bietet er eine sehr gute Konstruktion und Belastbarkeit von Riemen und Schloss. Abstriche muss der Radfahrer hingegen beim etwas höheren Gewicht in Kauf nehmen.

7. Uvex City e

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Zuletzt aktualisiert am 19/09/2019 um 21:46 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Ebenfalls die Testnote 2,5 beim Test Fahrradhelme der Stiftung Warentest erhielt der Uvex City e auf Rang sieben der Rangliste. Dieser Fahrradhelm überzeugte die Tester aufgrund seiner sehr guten Belüftungseigenschaften und seiner guten Handhabung sowie seinem guten Komfort. Neben den Belüftungskanälen konnte der Helm durch eine gute Erkennbarkeit im Dunkeln überzeugen. Negativ ins Gewicht fiel die mäßige Abstreifsicherheit.

Fahrradhelm Tests nicht nur für Erwachsene

Während die Stiftung Warentest also einen Fahrradhelm Test für Erwachsene in den Mittelpunkt stellt, gibt es natürlich noch weitere zahlreiche Tests. Dabei liegt der Fokus aber nicht immer nur auf dem Kopfschutz für Erwachsene. Denn auch Kinderhelme spielen mitunter eine wichtige Rolle. So zum Beispiel hat das Verbraucherportal Öko Test einst unter dem Titel „Test Kinderhelm: Das sind die besten Kinderfahrradhelme von Abus, Uvex & Co.“ speziell Kinderhelme unter die Lupe genommen. Auch wenn der Test aus dem Jahr 2011 stammt, so lohnt sich doch ein Blick darauf. Denn gerade bei einem Pedelec sollten Kinderhelme eine wichtige Rolle spielen. Dabei sind hier natürlich Punkte wie Schadstofffreiheit oder Sicherheitshinweise wichtiger als zum Beispiel die Farben, auch wenn dies für die Kinder selbst von hoher Bedeutung ist.

Fahrradhelme sind in Deutschland keine Pflicht – Also darauf verzichten?

Dass ein Fahrradhelm bei Unfällen vor gefährlichen Verletzungen schützt, ist längst offiziell erwiesen. Dennoch ist der Kopfschutz für Radfahrer in Deutschland nach wie vor nicht Pflicht. Allerdings verzichten gewissenhafte Menschen nicht auf den Helm, auch wenn er nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Politiker in Deutschland vertreten in der Mehrheit die Auffassung, dass jeder Bürger dies selbst für sich entscheiden könnte. Gerade mit Blick auf Kinder ein recht pauschales – und vielleicht auch unverantwortliches – Urteil. Dass es anders geht, zeigt zum Beispiel das Nachbarland Österreich. Hier ist der Fahrradhelm für Kinder unter 12 Jahren Pflicht. Dies gilt auch, wenn das Kind selbst nur im Kindersitz mitfährt. Deswegen sind in Österreich auch gerade Fahrradhelm Tests für Kinder ein wichtiges Element.

Noch interessanter ist die Situation bei den E-Bikes. Denn hier muss bekanntlich eine Unterteilung in zwei Kategorien erfolgen. Keine Helmpflicht besteht hier für Pedelecs, deren Motor maximal 250 Watt leisten und eine Tretunterstützung bis 25 Stundenkilometer sowie eine Anfahrtshilfe bis 6 km/h bieten. Denn diese Gefährte gelten verkehrsrechtlich als Fahrrad. Somit besteht hier keine Helmpflicht. Dennoch raten wir von ebike-news.de dazu, auch auf diesen E-Bikes nicht auf den Helm zu verzichten.

Anders hingegen die Situation bei den S-Pedelecs. Bei diesen Elektrofahrrädern mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h spricht der Gesetzgeber nämlich von der Kategorie der Kleinkrafträder. Dies gilt auch für E-Bikes mit Motoren, die ohne Tretbewegung auf bis zu 20 Stundenkilometer beschleunigen. Für diese Gefährte sind eine Fahrerlaubnis und ein Versicherungskennzeichen erforderlich.

In der für uns wichtigen Frage der Helmpflicht gibt es aber auch innerhalb der S-Pedelecs wieder Unterscheidungen. Die Helmpflicht besteht bei den Gefährten mit der Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h. Die E-Bikes wiederum, die bis zu 20 Stundenkilometer beschleunigen, benötigen keinen Helm für den Fahrer. Wenn der Motor jedoch auf bis zu 25 Stundenkilometer beschleunigt, ist der Kopfschutz wiederum Pflicht.

Grundsätzlich empfiehlt sich jedoch, bei allen E-Bikes einen Helm zu nutzen. Dies machte vor wenigen Tagen erst noch einmal der Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touringclub (ÖAMTC) deutlich, der darauf hingewiesen hat, auf E-Bikes unbedingt einen Helm zu tragen. Dabei solltet Ihr übrigens weniger auf das Design oder die Farben schauen, als auf die sicherheitsrelevanten Punkte. Ebenso spielen Prüfzeichen wie das TÜV-Siegel immer eine große Rolle. Je mehr Prüfzeichen ein Fahrradhelm vorweisen kann, umso besser.

Fahrradhelme mit Rücklicht

Eine Besonderheit unterschätzen viele Radfahrer in Deutschland: Die Dunkelheit. Wenn Ihr auf dem E-Bike oder Pedelec ohne Beleuchtung unterwegs seid, kann das in Deutschland nicht nur in Sachen Verkehrssicherheit Folgen haben, wie wir später noch näher beleuchten. Viel mehr kann Beleuchtung Leben retten. Deswegen machen beispielsweise auch Fahrradhelme mit Rücklicht durchaus Sinn. Mit einem solchen Kopfschutz mit Rücklicht sorgt Ihr nämlich für zusätzliche Sicherheit, insbesondere wenn Ihr viel in der Dunkelheit unterwegs seid.

Für einen Fahrradhelm mit Rücklicht gibt es mehrere Konzepte. Am weitesten verbreitet ist das LED-Rücklicht. Kamen diese Modelle einst vor allem für Kinder auf den Markt, so sind nun auch Erwachsenen-Helme zu finden, die ein LED-Rücklicht verbaut haben. Diese Beleuchtung findet Ihr meist am hinteren Bereich des Kopfschutzes verbaut. Unter anderem könnt Ihr das Rücklicht im Verstellrad der Passform bei einigen Modellen finden. Ein einziger Knopfdruck reicht, um das Rücklicht am Helm einzuschalten. Die Leuchtdioden des Rücklichts zeichnen sich vor allem durch einen geringen Stromverbrauch aus, wobei sie den Saft meist über eine Knopfzelle beziehen.

E-Bikes: Fahrradhelm oder Motorradhelm?

Eine interessante Frage ergibt sich insbesondere bei den S-Pedelecs in Sachen Kopfschutz. Denn der deutsche Gesetzgeber schreibt hierzu in § 21a Abs. 2 StVO über einen „geeigneten Schutzhelm“. Somit erfolgt keine klare Definition, ob dies nun ein Fahrradhelm oder aber ein Motorradhelm sein soll. Allerdings haben bereits mehrere Experten zum Ausdruck gebracht, dass der Fahrradhelm für die S-Pedelecs geeigneter scheint. Denn auf dem Elektrofahrrad bewegt sich der Fahrer wesentlich aktiver als auf einem Motorrad. So empfinden diese Fachleute demnach den Motorradhelm als zu schwer und zu warm auf dem S-Pedelec.

In den kommenden Jahren dennoch dürfte sich dieses Thema nach und nach erledigen. Denn in unserem Nachbarland Niederlande ist der E45-Helm aufgrund einer gesetzlichen Regelung bereits auf dem Vormarsch. Hierbei handelt es sich um einen Kopfschutz, der mehr Sicherheit bieten soll als ein Fahrradhelm, jedoch kaum schwerer ist. Auch der schwäbische Hersteller Cratoni brachte schon vor zwei Jahren mit dem Modell Vigor * hierzulande einen entsprechenden Kopfschutz auf den Markt.

Die Situation des Kopfschutzes bei E-Bikes in Europa

So wie in Deutschland stellt sich die Situation beim Kopfschutz übrigens auch in zahlreichen weiteren europäischen Ländern dar. Mit Blick auf den Kopfschutz verfahren unter anderem folgende Länder in Europa gleich oder ähnlich:

  • Belgien
  • Frankreich
  • Italien
  • Luxemburg
  • Niederlande und
  • Österreich.

Doch es gibt in Europa auch Länder, die anders verfahren. So zum Beispiel in Kroatien. Hier ist der Helm bei E-Bikes bis zu einem Alter von 16 Jahren Pflicht – unabhängig von der Art des E-Bikes. Danach bleibt es hingegen jedem Menschen selbst überlassen, ob er seinen Kopf schützt. Ganz im Gegenteil dazu Portugal: Hier nämlich ist der Helm bei jedem E-Bike in jedem Alter Pflicht.

Ungarn wiederum gibt lediglich eine Empfehlung zum Tragen eines Helms für jedes E-Bike. In Spanien hingegen gibt es vom Gesetzgeber die Empfehlung, den Kopfschutz bei E-Bikes mit bis zu 45 km/h mit Tretunterstützung zu nutzen. Wenn das E-Bike ohne Tretunterstützung fahren kann, ist ein Mofahelm Pflicht. Und Dänemark wiederum erlaubt nur E-Bikes mit einer Maximalgeschwindigkeit von 25km/h mit Tretunterstützung oder 250 kW Leistung.

Wer also einen Auslandsaufenthalt mit seinem E-Bike plant, der sollte sich vorab genau über die aktuellen Regelungen des jeweiligen Landes im Detail informieren.

Die Größe ist beim Fahrradhelm von Bedeutung

Ein wichtiger Faktor fernab vom Fahrradhelm Test ist beim Kopfschutz die Größe. Denn die Produkte unterscheiden sich nicht nur in der Form und Farbe, sondern auch in der Größe. Diese muss vor dem Kauf des entsprechenden Kopfschutzes zwingend beachtet werden. Denn nur ein richtig auf dem Kopf sitzender Helm kann so schützen, wie er es sollte. Die Größe richtet sich dabei nach dem Kopfumfang. Es erfolgt dabei die Einteilung von XXS bis XXL.

Um die Größe zu bestimmen ist nur ein Maßband notwendig. Die Größenbestimmung erfolgt durch das Anlegen des Maßbandes an den Kopf. Hierbei sollte das Anlegen des Maßbandes etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen erfolgen, um den Kopfumfang zu messen. Zu diesem Ergebnis solltet Ihr einen Zentimeter hinzuaddieren. Wichtig ist dabei, dass das Maßband bei der Messung korrekt anlegt. Nur so kann der Fahrradhelm hinterher auch den entsprechenden Schutz bieten. Die Größeneinteilung erfolgt hierbei wie folgt:

HelmgrößeKopfumfang in Zentimeter
XXXS49-50 cm
XXS51-52 cm
XS53-54 cm
S55-56 cm
M57-58 cm
L59-60 cm
XL61-62 cm
XXL63-64 cm

 

VELOBerlin
Kind auf Laufrad bei der VeloBerlin Foto: Andreas Stenzel

Für Kinder wiederum sind andere Maßstäbe gültig. Hier ist keine so klare und strikte Einteilung möglich wie bei Fahrradhelmen für Erwachsene. Denn schließlich wächst jedes Kind anders. Der Blick auf die Hersteller und ihre Produkte in einem Fahrradhelm Kinder Test zeigt auf, dass die Untergliederung in der Regel so erfolgt:

HelmgrößeKopfumfang in ZentimeterAlter
XS44-49 cm0 bis 3 Jahre
S46-51 cm2 bis 7 Jahre
S/M49-53 cm3 bis 9 Jahre
M52-58 cmAb ca. 4 Jahren

Der Detailblick auf die Kinder Fahrradhelm Tests zeigt aber auf, dass diese Einteilung nur die Mehrheit aller Hersteller betrifft, und nicht generell für alle Anbieter gilt.

Wie erkenne ich, ob der Fahrradhelm richtig sitzt?
Sehr häufig stellen sich Radfahrer sowie Besitzer eines E-Bikes die Frage, woran es zu erkennen ist, dass ein Fahrradhelm richtig sitzt. Hierfür gibt es einige Kriterien. Nachfolgend wollen wir auf die wichtigsten eingehen:

Der Helm muss sich in einer waagerechten Position befinden. Wenn er schief auf dem Kopf sitzt, ist der Helm nicht passend. Wenn Ihr den Helm nach vorne oder nach hinten bewegt, sollte sich die Stirn ein wenig in Falten legen. Zudem sollte die Vorderkante des Helmes immer knapp über den Augenbrauen abschließen. Auch ein seitliches Wegdrehen des Helmes sollte nicht vorkommen.

Zwischen Kopf und Kopfschutz sollte nicht mehr als ein Finger passen. Darüber hinaus sollten nur die gepolsterten Bereiche im Helminneren die Kopfhaut berühren. Brillenträger sollten außerdem darauf achten, dass die Brille ganz normal auf den Ohren und der Nase liegt. Der Helm darf die Brille nicht nach oben drücken. Dies kann nämlich zu einer verzerrten Sicht bei der Fahrt sorgen.

Die unterschiedlichen Arten von Fahrradhelmen

Wer einen Fahrradhelm Test im Detail liest, der stellt schnell fest, dass es drei unterschiedliche Arten des Kopfschutzes gibt:

  1. Hartschalenhelm
  2. Weichschalenhelm
  3. Mikroschalenhelm.

Nachfolgend blicken wir auf die drei unterschiedliche Arten von Helmen.

1. Hartschalen Helm
Der Hartschalen Helm ist heutzutage weitgehend im Radsport-Bereich vertreten, kann aber natürlich auch auf dem E-Bike Leben retten. Hierbei handelt es sich um einen Helm, der allerdings etwas schwerer ist als andere Produkte. Dafür sorgt die harte, glatte Kunststoffschale über dem Schaumstoff. Dieser Überzug soll für den optimalen Schutz des Kopfes sorgen. In der Regel verfügen diese Helme über einen zusätzlichen Bügel am Kinn. Dieser soll das Gesicht schützen. Nachfolgend blicken wir auf die Vorteile und Nachteile des Hartschalen Helms:

VorteileNachteile
✔ Optimaler Schutz des Kopfes✘ Hohes Gewicht
✔ Zusätzlicher erhöhter Schutz für das Gesicht

2. Weichschalen Helm
Obwohl sie kaum noch auf dem Markt vorhanden sind, lassen sich Weichschalen Helme dennoch mitunter auffinden. Diese bestehen lediglich aus einer Hartschaumstoff-Schale. Bei diesen Helmen fehlt also die Schicht aus Kunststoff als Außenschale. Auch weitere Sicherheitsausstattungen fehlen bei diesem Helm. Aufgrund seiner geringeren Sicherheit kommt dieser Helm kaum noch zum Einsatz. Nachfolgend der kurze Blick auf die Vor- und Nachteile:

VorteileNachteile
✔ Günstiger Preis✘ Geringe Sicherheit
✔ Leichtes Gewicht✘ Wenige Modelle auf dem Markt
✘ Reinigung ist umständlicher

3. Mikroschalenhelm
Bei der dritten Art des Kopfschutzes der Fahrradhelme im Test handelt es sich um den Mikroschalenhelm, der heutzutage am weitesten verbreitet ist. Hierbei handelt es sich um einen Helm mit einem Überzug aus einer dünnen Kunststoffschicht. Zudem verfügt diese Variante über eine glatte Oberfläche. Diese Helme verfügen meist auch über Belüftungsöffnungen, sodass sich beispielsweise im Sommer die Wärme aufgrund der Belüftungskanäle nicht stauen kann. Auch hier der Blick auf die Vorteile und Nachteile:

VorteileNachteile
✔ Hohe Sicherheit✘ Höherer Preis als andere Produkte (wobei der Preis bei der Sicherheit an zweiter Stelle stehen sollte)
✔ Geringes Gewicht
✔ Ausgezeichneter Tragekomfort

Wie oft muss ein Wechsel des Fahrradhelms erfolgen?

Eine wichtige Frage, die auch bei einem Fahrradhelm Test nicht fehlen darf, ist die Frage nach dem Zeitpunkt des Austausches des Kopfschutzes. Denn natürlich lässt sich ein Radhelm nicht ewig tragen. Dabei kann es aber keine Aussage darüber geben, wie lange ein Helm generell haltbar ist. Wichtig ist aber, auf einen Kopfschutz zurückzugreifen, der vom Hersteller mit einem Verfallsdatum versehen ist.

Grundsätzlich sollte ein Sturz immer für einen Tausch des Kopfschutzes sorgen. Schon kleine Risse, die nicht unbedingt sichtbar sind, können für eine enorme Beeinträchtigung der Statik des Helmes sorgen. Ebenso sollte ein Helm, der jahrelang im Keller ungenutzt herumliegt, nicht zum Einsatz kommen.

Fahrradhelm bedeutet keine uneingeschränkte Sicherheit

Zahlreiche Studien haben erwiesen, dass das Tragen eines Fahrradhelms die Unfallfolgen wie beispielsweise offene Schädelverletzungen deutlich minimieren. Allerdings: eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht – es bleibt immer ein gewisses Restrisiko. Auch mit Helm ist ein Fahrer eines E-Bikes zum Beispiel nicht komplett vor schweren Gehirnerschütterungen oder gar Hirnblutungen abgesichert.

Denn auch die besten Helme der Testberichte für Fahrradhelme weisen eine niedrigere Pufferwirkung auf als Motorradhelme. Allerdings ist nachgewiesen, dass das Risiko einer schweren Verletzung mit Fahrradhelm doch deutlich sinkt. Da Ihr für den Helm kein Vermögen hinblättern müsst, solltet Ihr aber darauf nicht verzichten.

Fazit zum Fahrradhelm Test

Auch wenn es für E-Bikes nur eine bedingte Helmpflicht gibt, solltet Ihr auf den Kopfschutz nicht verzichten. Zwar gibt es keinen 100%igen Schutz, doch bei einem Unfall kann ein Fahrradhelm Kopfverletzungen vermeiden und sogar Leben retten. Denn lebensgefährliche Verletzungen wie Hirnblutungen, Schädel-Hirn-Trauma oder Schädelbrüche sind ohne Helm nicht selten. Deshalb sollte auch auf dem Elektrofahrrad kein Verzicht auf den Helm erfolgen.

Es ist aber wichtig, stets auf die geeignete Größe und die vermeintlich beste Ausführung zu setzen. Zudem spielen auch Gewicht, Belüftung, Gütesiegel und Art des Helmes eine wichtige Rolle – während Design und Farben nur zweitrangig von Bedeutung sind. Dabei solltet Ihr auf Belüftungskanäle vor allem achten, wenn Ihr viel im Sommer unterwegs seid. Prüfzeichen wie das TÜV-Siegel sind stets ratsam. Für zusätzliche Sicherheit können dabei übrigens zusätzliche Reflektoren oder ein Rücklicht am Helm sorgen. Darüber hinaus müsst Ihr darauf schauen, ob es lieber ein Hartschalen Helm, Weichschalen Helm oder eine andere Art von Helm sein soll. Ebenso gibt es auch Fahrradhelme, die am Hinterkopf über ein zusätzliches LED-Rücklicht verfügen. Dies alles gilt es, bei der Analyse eines Fahrradhelm Tests zu berücksichtigen. Zudem sollten Eltern auf der Suche nach einem Kinderfahrradhelm einen entsprechenden Fahrradhelm Kinder Test zu Rate ziehen.