E-Scooter offenbar umweltschädlicher als gedacht

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e-scooter sharing bamberg
e-scooter sharing in Bamberg

Der E-Scooter gilt generell als Alternative im Straßenverkehr, die dazu beiträgt, die Umwelt zu schonen. Doch eine neue Studie aus den USA bringt diesen vermeintlichen Status der neuen Trend-Fahrzeuge gehörig ins Wanken. Demnach sind die Elektro-Tretroller sogar viel umweltschädlicher als vielleicht angenommen. Dies berichtet nun zumindest die englische Tageszeitung The Guardian unter Berufung auf eine Studie aus den USA.

Studie: E-Scooter sind Klima-schädlich

Nachdem die E-Scooter erst seit kurzer Zeit legal in Deutschland unterwegs sind, entwickelt sich der Tretroller mit Elektroantrieb immer mehr zum Trendgefährt hierzulande. Bereits jetzt sollen Schätzungen zufolge weit mehr als 10.000 der Roller auf den deutschen Straßen unterwegs sein. Ein Gedanke dabei: der E-Scooter ist die umweltfreundliche Alternative zum Auto. Gerade auf kurzen Strecken in die Stadt oder auf dem Weg zur Arbeit oder zur Universität und zurück kann der E-Scooter das Auto ersetzen – und damit den CO2-Ausstoß deutlich verringern. Diesen Gedanken aber weisen nun Forscher der North Carolina State University deutlich in die Schranken. Denn das Fahren mit dem E-tretroller verursacht demzufolge mehr CO2-Ausstoß pro Meile als das Fahren mit dem Bus, Fahrrad oder sogar dem Moped.

Der Studie zufolge gibt es vor allem zwei Gründe, warum die E-Scooter alles andere als Klima-freundlich sind. Demnach liegt der erste Grund recht schnell auf der Hand: das Material. Denn die verbauten Materialien von Rahmen, Räder und aufladbarer Batterie wirken sich negativ auf das Klima aus. Doch viel entscheidender ist ein anderer Faktor: das E-Scooter-Sharing. Denn vor allem das Einsammeln und der Transport der Fahrzeuge zur Ladestation über Nacht wirken sich demnach sehr negativ auf den CO2-Ausstoß aus. Laut der Studie tragen die Materialien zu 50 Prozent und das Einsammeln und Wiederaufstellen der Roller zu 42 Prozent zur Gesamtemission der Fahrzeuge bei. Die Fahrt selbst soll wiederum weniger als fünf Prozent für den CO2-Ausstoß verantwortlich sein.

Denn die Roller werden meist am Abend eingesammelt und über Nacht geladen, ehe sie am nächsten Morgen wieder an einem Sammelpunkt abgeladen werden. Hierzu kommen Fahrzeuge zum Einsatz. Nach unseren Beobachtungen in Spanien beispielsweise setzen Firmen hierfür auf Transporter-Fahrzeuge oder sogar auf Klein-LKWs, um möglichst viele der Roller einzusammeln zu können. Ein positiver Nebeneffekt ist dabei nach Aussagen eines spanischen Mitarbeiters, dass die E-Scooter so über Nacht in Sicherheit sind. Auch The Guardian erwähnte das Vandalismus-Problem bei den E-Scootern beispielsweise in Los Angeles.

Forscher: E-Scooter-Sharing-Betreiber müssen Praxis überdenken

Laut dem Studienautor Joe Hollingsworth müssten die Betreiber der Sharing-Flotten der E-Tretroller die Belastung bei der Abholung und Verteilung verringern. Hierfür nannte der Studienautor drei Punkte. So müsste vor allem das Management beim Einsammeln verbessert werden. Hier müssten die Verantwortlichen kürzere Strecken zurücklegen oder aber alternative Fahrzeuge zum Einsammeln nutzen, wie zum Beispiel E-Lastenräder. Denn je größer die zurückgelegte Distanz der Einsammelfahrzeuge ist, desto größer sei natürlich der CO2-Ausstoß.

Zudem müsste demnach das Aufladen der E-Scooter nur dann erfolgen, wenn es auch tatsächlich notwendig ist. Momentan nämlich erfolgt das Aufladen bei den meisten Anbietern jede Nacht – unabhängig vom Ladestand der E-Tretroller. Dabei jedoch ist es einfach möglich, den Ladestand des jeweiligen Gefährts einfach auszulesen und nur die Fahrzeuge einzusammeln, die tatsächlich an die Steckdose müssen. Zudem müsste der Verschleiß der E-Scooter deutlich verringert werden. Denn momentan beträgt die Lebensdauer laut den Anbietern gerade einmal gut ein Jahr. Mit Blick auf die energieintensive Herstellung der Aluminium-Rahmen und der Nutzung der für die Umwelt bedenklichen Lithium und seltenen Erden bei der Akku-Produktion ist dies den Studienbetreibern zufolge deutlich zu niedrig.

Forscher: Lieber laufen, Fahrrad oder Bus fahren

Den Forschern zufolge gibt es drei wesentlich Klima-freundlichere Fortbewegungsmöglichkeiten im innerstädtischen Verkehr. So sollten die Menschen dem E-Scooter die eigenen Füße oder aber das Fahrrad vorziehen. Selbst die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln soll demnach weniger CO2-Ausstoß erzeugen als das Nutzen der E-Scooter-Flotten. Was denkt Ihr: Alles Panikmache oder sind die E-Tretroller tatsächlich Klima-schädlich? Wir warten gespannt auf Eure Kommentare zu diesem Thema!

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1 KOMMENTAR

  1. Also ich Glaube das der E-Scooter Allgemein nicht schlechter in der Umwelt Bilanz ist als ein E-Bike, da verbaute Materialien, Gewicht usw. fast identisch mit einem E-Bike sind. Darum dürfte es im Falle eines Privaten E-Scooters nicht wirklich umweltschädlicher sein als ein E-Bike.

    Die Studie aus den USA bezieht sich da komplett nur auf die Sharing E-Scooter und führt auch ungleiche vergleiche an. Der Genommene Linien-Bus hätte eine Dauerhafte Auslastung an Plätzen von 100% über seine Komplette Tages Fahrzeit, jeder der mal öfter mit dem ÖPNV unterwegs war weis aber das ein Linien-Bus auf seiner Tagesstrecke eine insgesamte Auslastung von nur 20% hat.

    Am Ende kan man sagen ja , Sharing E-Scooter sind noch nicht perfekt und müssen verbessert werden besonders das Laden, aber sie sind allemal besser als ein Auto.

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