Allegro e-Bikes Invisible e-MTB

Schweizer e-Bikes mit komplett verstecktem Antrieb – zu bezahlbarem Preis. Die Allegro e-Bikes definieren Tradition auf neue Art.

In der Schweiz kann die Marke Allegro auf eine erfolgreiche, aber auch wechselvolle Geschichte zurückblicken. Nach dem Aufkauf der Firma durch die Colag AG 2014 wird elektrisch durchgestartet. Mit der Invisible Line präsentieren die Schweizer eine e-Bike Reihe, die den Trend zum versteckten Antrieb aufnimmt, dabei aber preisbewusst bleibt. Bei den Eidgenossen kommt diese Kombination schon mächtig an, in Kürze soll der Verkauf in Deutschland starten. Allegro e-Bikes Invisible City bronze

Allegro Invisible City in Bronze

100-jährige Geschichte, Neustart mit Elektrokraft

Über 100 Jahre alt ist die Traditionsmarke Allegro und kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Schon 20 Jahre nach Gründung durch Radrennfahrer Arnold Grandjean im Jahr 1914, gelang Allegro in den 1930ern der Aufstieg zum größten Fahrradhersteller der Schweiz mit 200 Mitarbeitenden. Rund 20.000 Rennvelos pro Jahr, aber auch Motorräder, verließen die Werkstatt zu der Zeit. Unter dem Namen Etablissements des Cycles Allegro Arnold Grandjean S.A. Neuchâtel entstanden Rennmaschinen, die erste Plätze auf der Tour de Suisse und anderen prestigeträchtigen Wettbewerben einfahren konnten. Dann kam der zweite Weltkrieg. Nach dessen Ende konnte das Unternehmen zwar wieder auftrumpfen, doch in den 1980er Jahren nahm die Nachfrage ab. Die Familie Grandjean verkaufte das Unternehmen an den Fahrradhersteller Mondia verkauft.

2014 wurde Allegro von dem Züricher Unternehmen Colag AG übernommen. Im Jahr 2015 startete die Marke erstmals so richtig durch – so ging Allegro eine Kooperation mit dem Zürich Film Festival ein und wurde Mobilitäts-Partner des prestigeträchtigen Events. Die Zusammenarbeit besteht nunmehr seit drei Jahren. Die kultige und trendige Velo Marke stellt zwei Sondermodelle exklusiv für das Zürich Filmfestival her. Viele Prominenten nutzen die sogenannten ZFF Bikes während des Festivals. Diverse Modelle sind in einer limitierten Auflage auch zu kaufen. So hat sich beispielsweise letztes Jahr der Hollywood-Star Woody Harrelson ein Allegro Bike auf sein Film-Set nach London schicken lassen.

Trendverdächtig, die Ideen von Allegro

2016 gab es erstmals eBikes mit eingebauter Inframe-Batterie. Der Clou: im Gegensatz zu vergleichbaren Produkten musste der Rahmen der Allegro-Bikes nicht vergrössert werden. Damit war Allegro – nach eigenen Aussagen –  2016 das weltweit einzige eBike mit integriertem Rahmen-Akku und einem Gewicht unter 16 Kilo.

Für die aktuelle Saison sind die Schweizer noch einmal weiter gegangen. Ab jetzt bietet Allegro auch e-Bikes mit unsichtbarer Antriebseinheit an. Diese “Invisible” genannte Reihe besteht aus drei verschiedenen Rahmentypen.

Allegro e-Bikes Invisible Line Trekking City Rahmenhöhe 54 cm mit City Kit

Die Invisible Line von Allegro e-Bikes

Neben Modellen mit halb in den Rahmen integrierten Akkus und einem Cargo-e-Bike im bakfiets Stil mit Gepäckträgerakku bietet Allegro die Invisible Line an. Dazu gehören drei Modelle: Ein e-MTB sowie ein modernes City-e-Bike mit Trapez- beziehungsweise Diamantrahmen. In allen drei Ausführungen ist der Stromspeicher mit 378 Wh unsichtbar im Unterrohr eingefasst. Dabei ist das Rohr nicht auffällig verdickt, sondern passt sich optisch an die restliche Rahmenstruktur an. Dies lässt die Räder auf den ersten Blick wie ein “normales” Fahrrad erscheinen. Erst bei genauerem Hinsehen fällt der Nabenantrieb im Hinterrad auf.

Invisible dank Heckantrieb

Allegro Invisible City e-Bike Detail Hinterrad

Möglich macht das Bafang Heckmotor mit fein abgestimmten Unterstützungsstufen. Insgesamt stehen neun unterschiedliche Modi zur Verfügung, wobei die Schiebehilfe (bis maximal 6 km/h ohne Pedalbewegung) und der Motor im ausgeschalteten Zustand bereits eingerechnet sind. Dazu gehört ein InTube-Akku mit 378 Wh bei 10,5 Ah. Geht man von einem Gesamtgewicht von 100 kg und gerader, gegenwindfreier Strecke aus, sind damit elektrisch unterstützte Reichweiten von 30 bis 80 km zu absolvieren. Eine erneute Vollladung des Akkus dauert – aufgrund des Ladegeräts mit 1.35 A Ladestrom ungefähr fünf Stunden, wobei eine 80 prozentige Nachladung schon nach circa zweieinhalb Stunden erreicht ist.

Ausstattung mit und ohne City-Kit

Die Allegro e-Bikes sind in der Schweiz entwickelt und designt und durchlaufen dort auch ein Programm zum Qualitätstest. Dabei erfolgt die Ausrüstung der Invisible e-Bikes auf die gleiche Weise. Zur Verfügung stehen jeweils die Rahmengrößen 54 oder 48 cm. Hydraulische Scheibenbremsen von Tektro regulieren die Geschwindigkeit. Für die geschmeidige Übersetzung sorgt eine Shimano Deore Kettenschaltung. Diese liefert in den City-e-Bikes neun Gänge. Für das Invisible e-MTB Modell können 10 Gänge gewählt werden. Im Gegensatz zu den City-Rädern mit 28’’ Laufrädern, rollt das Mountainbike auf 27,5 Zoll Reifen.

Allegro e-Bikes Invisible Comfort Rahmenhöhe 48 cm mit City Kit
Allegro Invisible Comfort mit City Kit

Dazu können die Modelle wahlweise mit oder ohne City-Kit Ausstattung bestellt werden, welches Lichtanlage, Gepäckträger, Seitenständer und Schutzblechen umfasst. Auf den Rahmen gewährt Allegro zehn Jahre Garantie, auf das komplette Rad zwei Jahre. Mit einem Gewicht von 19,5 kg (ohne City-Kit) und 21 kg (mit City-Kit) sind die Modelle der Invisible Line auch noch angenehm leicht.

Motorsteuerung am Lenker Allegro e-Bikes
Motorsteuerung am Lenker bei den Allegro e-Bikes

Verkaufsstart für die Allegro e-Bikes

Wer sich ein Invisible Modell von Allegro e-Bikes kaufen möchte muss zwischen 2.699 und 2.899 Franken investieren. Damit bleibt der Preis unter der 3.000er Marke – ungewöhnlich für ein voll ausgestattetes e-Bike, bei dem der Antrieb “invisible” ist. Ähnliche Preise sind auch für den deutschen Markt zu erwarten. Die erste Lieferung nach Deutschland soll noch vor Ende des Jahres erfolgen. 

4 KOMMENTARE

  1. Mir bleibt da die Frage offenen, wie man an den Akku ran kommt – jeder Akku muss mal getauscht werden.
    Außerdem sollte man nicht vergessen, dass das Fahrrad im Winter warm stehen sollte – ein Li-Akku sollte nicht unter 5 Grad gelagert werden.

  2. Bei uns in der Schweiz gibt es die eBikes hauptsächlich beim Kaufhaus Coop ,und die Argumente von Herr Mexner sind vollkommen richtig nur zu ergänzen bleibt wo gibt es später Ersatzteile und Service

  3. mit einem E-Bike sollte man mindestens 120 km fahren können, damit kommt für die meisten ein Kauf nicht in frage.

  4. Räder mit Befang Nabenantrieb gibt es bei Aldi für um die 800€ der Preis ist also alles andere als günstig. Es sei denn man ist der Meinung ein Integrierter Akku ist 2200€ mehr wert.

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