Fraunhofer ISE: Wasserstoff-System statt Akku für E-Bike

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LiteFCBike_antrieb Fraunhofer ISE

Interessantes hat das Fraunhofer ISE derzeit auf der Hannover Messe zu bieten. Denn das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE präsentiert sich mit mehreren Innovationen aus dem Bereich Wasserstoff bei der weltweit führende Industriemesse. Eine der Schlüsseltechnologien dreht sich dabei rund um das E-Bike. Nachdem jüngst das H2 Bike alpha als Wasserstoff E-Bike Schlagzeilen machte, versucht sich nun auch das Fraunhofer ISE an dieser Technologie.

LiteFCBike von Fraunhofer ISE: Brennstoffzellen statt Akku beim E-Bike

Denn das Institut stellt in Hannover derzeit sein Projekt unter dem Titel LiteFCBike vor. Dabei handelt es sich um ein kompaktes Brennstoffzellen-System, das den Akku beim herkömmlichen E-Bike ersetzen soll. Als Basis sorgt dabei das Konzept Conodrive für den Antrieb. Dieser Brennstoffzellenantrieb treibt mit einer speziellen Antriebsrolle das Hinterrad des Pedelecs an. Die Forscher des Fraunhofer ISE arbeiten dabei mit dem Conodrive-Entwickler José Fernandez zusammen. Das Ziel war nach eigenen Angaben des Instituts von Beginn an die Entwicklung eines leichten Systems, das auch für die Nutzer praktikabel ist.

Metallhydrid-Kartuschen zum selbst befüllen

Zum Einsatz kommen hierbei Polymer-Elektrolyt-Membran-Brennstoffzellen (PEMFC). Diese sind auch bei entsprechenden automobilen Anwendungen zu finden. Hierbei setzt das Fraunhofer ISE auf zwei Brennstoffzellen-Stacks mit einer offenen Kathode. So wird Gewicht und Volumen bespart, da ein flüssiger Kühlkreislauf entfällt. Da alle Komponenten an ein kompaktes Fluidik-Modul angeschlossen sind, benötigt diese Antriebslösung für das E-Bike keine Rohre und Verbinder. Als „Tank“ kommen leicht verfügbare Metallhydrid-Kartuschen zum Einsatz. Diese kann der Pedelec-Besitzer mit einem geeigneten Klein-Elektrolyseur selbst befüllen. Den Fraunhofer-Angaben zufolge ist bei einem Lastenrad mit einem wesentlich größeren Raumangebot auch der Einsatz von Drucktanks möglich. So steigt die Reichweite, während die Betankungszeiten sinken.

250 Watt in den Unterstützungsphasen

Die Brennstoffzellen dieser Lösung produzieren rund 70 Watt im Nennbetrieb. Dabei laden diese den Pufferakku nach. Der Fahrer kann dabei die bei einem E-Bike üblichen 250 Watt nutzen, hieß es weiter. Den Netto-Energieinhalt einer Betankung geben die Macher des Brennstoffzellen-Systems mit rund 270 Wh an. Die Gesamtmaße des Tanks betragen 34,8 x 15,3 x 4,7 cm.

 

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