Per Uber App e-Bikes leihen: Start von Bike Sharing Projekt

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Ich bin mein eigener Chauffeur! Ab sofort kann man sich in San Francisco per Uber App e-Bikes von Anbieter Jump ausleihen.

Für das Projekt in San Francisco arbeitet Uber mit Jump Bike zusammen. Der New Yorker Hersteller bietet e-Bikes für den stationslosen Verleih an. Zunächst stehen 250 Modelle innerhalb der Stadtgrenzen für Uber User bereit.

Per Uber App e-Bikes leihen

Über die Uber App e-Bikes reservieren und leihen

Über die gleiche App wie bei der Bestellung privater Taxifahrten bucht man sich ein e-Bike. Im Drop-down Menü ist für User in San Francisco dann die Option „e-Bike“ frei geschaltet. Anwender bekommen alle in der Nähe verfügbaren Räder angezeigt. Die Idee dahinter ist, dass sich so je nach Verkehrslage und Lust der passende Transport buchen lässt.

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Abrechnung und Abgabe in Bike Zone

Ab dem 5. Februar stehen 250 Jump Bikes für die Ausleihe per Uber App zur Verfügung. Weil die Nachfrage groß ist, finden sich schon jetzt Namen auf einer Warteliste. Außerdem stellt Jump für die Ausleihe der e-Bikes auch eine eigene App bereit. Dadurch ist noch mal begrenzt, wie viele User mittels der Uber App e-Bikes nutzen können.

Über die App wird das nächste Bike reserviert. Einmal am entsprechenden Rad angekommen, tippt man über ein fest installierte Knöpfe am hinteren Gepäckträger die PIN ein. Daraufhin entriegelt sich das Schloss, der Zeitzähler läuft an und die Fahrt kann losgehen. Für die erste halbe Stunde Ausleihe fallen zwei Dollar an, danach wird minutengenau abgerechnet, bei einer Rate von circa 0,07 Dollar/Minute.

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Zum Abstellen nutzt man das an jedem Jump e-Bike befestigte Bügelschloss. Damit macht man das Rad an Fahrradständern, Laternen oder anderen Stadtmöbeln fest, woraufhin die Ausleihe endet.

Für die ordnungsgemäße Abgabe muss das Leihrad dafür innerhalb einer „Bike Zone“ stehen, die ein bestimmtes Gebiet beschreibt. Stellt man das Rad außerhalb dieser ab, kommen 25 Dollar Zusatzgebühren oben drauf.

Jump e-Bikes als Pilotprojekt

Jump selbst hat erst vor wenigen Wochen die Zusage zum Betrieb in San Francisco erhalten. Damit rollen sie ihr Programm noch vor anderen Anbietern, wie LimeBike, an. Aufgrund der berühmt-berüchtigten Hügel in San Francisco hat ein e-Bike Sharing Anbieter gegenüber einem Verleiher von “reinen” Fahrerädern dort sicherlich Vorteile.

Die Firma hat ihren Sitz in New York, konnte aber die San Francisco Municipal Transportation Authority (SFMTA) von sich überzeugen. Noch ist die Erlaubnis aber nur vorläufig. Nach einer 18-monatigen Testphase entscheidet die Stadt neu. Bis dahin dürfen Jump und Uber zusätzlich weitere 250 e-Bikes für die Ausleihe per App frei geben.

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Das Konzept von stationslosen Sharing e-Bikes kann auch für Europa passen. Denn Jump, die drei Jahre in die Entwicklung von passender Hardware (Bikes, Antrieb, Akku) und Software (App, Steuerung, Logistik) gesteckt haben, setzen auf Pedal Assist Bikes. Das heißt, dass die Jump Modelle echte Pedelecs sind, die nur bei gleichzeitigem Pedalieren Motorschub zugeben. Der Antrieb sitzt in der Frontnabe.

Laut den Entwicklern soll der Service nach San Francisco und Washington in Sacramento, Kalifornien, und Providence, Rhode Island, starten.

Stationslos dank Software und Vertrag

Mit stationslosen Leihfahrrad-Flotten kennt sich Jump aus. Ihr Social Bicycle Projekt, dessen Räder die ersten mit integriertem GPS, Bezahlsystem und Schloss waren, brachte in den Augen der Firma den Fahrrad-Sharing Trend überhaupt erst so richtig ins Rollen. 15.000 Modelle hat das Unternehmen seit 2013 auf amerikanische und europäische Straßen gebracht und konnte bislang über fünf Millionen Leihvorgänge verbuchen.

In San Francisco darf Jump ausschließlich Modelle mit Motor anbieten. Hintergrund ist eine Einigung zwischen der Stadt und Ford GoBikes. Letztere besitzen einen 10-Jahres Vertrag, der ihnen Exklusivrechte als Anbieter für stadtweites Bike Sharing zusichert. Allerdings nur für Fahrräder, die über Stationen geliehen werden.

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Strategische Entscheidung für Uber

Für Uber ist die Addition von e-Bikes eine strategische Entscheidung. Denn um beim Thema Transportlösungen eine entscheidende Rolle zu spielen, müssen sich Anbieter über Multi-Modalität Gedanken machen. Nicht nur Google Maps erweitert sich mit Hinweisen zu Taxi, Nahverkehr (und Uber), auch App Entwickler selbst müssen weiter denken.

Aus Ubers Sicht ist dieser Schritt lediglich eine weitere Option für ihre Kunden. Im Vergleich mit der bezahlten Autofahrt, selbst dem Uber Car-Pooling Konzept, ist das e-Bike leihen und fahren eine noch günstigere Alternative.

Die Frage, ob das Projekt ein Testlauf ist und man bald auch in anderen Städten per Uber-App e-Bikes ausleihen kann, wollte das Unternehmen noch nicht beantworten.

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