Bafang ist für viele E-Bike Fans längst kein Unbekannter mehr. Der chinesische Motor- und Komponenten-Hersteller will den europäischen Markt weiter erobern und nimmt 2016 einen neuen Mittelmotor in den Katalog auf. Max Drive wird der starke Elektroantrieb heißen.

Bafang ist bislang vor allem durch seine vergleichsweise günstigen Nabenmotoren bekannt geworden. Viele Hersteller mit weniger hohen Stückzahlen wie Momentum Electric oder die Produzenten von Kompakt- und Transport-E-Bikes verlassen sich auf den Antrieb aus China.

Der rasante Durchmarsch von Mittelmotoren, allen voran der von Bosch, aber auch der erfolgreiche Markteinstieg von Brose haben die Konkurrenz im Bereich E-Bike Antriebe aufmerken lassen. Anfang diesen Jahres stellten die Entwickler von Bafang ihr eigenes Mittelmotor-Konzept für den europäischen Markt vor. Viele Details waren damals allerdings noch nicht geklärt. Nun gibt es die technischen Einzelheiten.

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Max Drive als Mittelmotor

Bafang wird den Mittelmotor mit dem schönen Namen Max Drive in drei verschiedenen Ausführungen anbieten: mit 24, 36 und 48 Volt. Der Max Drive ist für normale und S-Pedelecs programmiert, liefert für diese 250 bzw. 350 Watt Nennleistung und kommt in einen Drehzahlbereich von 90 – 120 U pro Minute. Wie vergleichbare Antriebe bringt auch der Max Drive knapp 4 kg auf die Waage, liefert dafür nach Herstellerangaben aber auch ein sattes Drehmoment von über 80 Nm.

Ein großes, aber nicht abnehmbares Display zeigt alle notwendigen Einstellungen an und wird über ein separates Nahbedienteil gesteuert. Einstellbar sind 5 Unterstützungsstufen sowie eine Schiebehilfe. Optional gibt es das Display mit Bluetooth Funktion mit Schalterkennung. Die Antriebselemente kommunizieren über ein EB-Bus System. Mittels eines USB-Anschlusses können vom Fachhändler noch zahlreiche Einstellungen individuell programmiert werden.

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Feste Montage in den Rahmen

Bafang baut seine Motoren, damit OEMs die Erstausrüstung übernehmen können. Geliefert wird der Motor in Schwarz oder Grau, Akku und Nahbedienteil gibt es auch im weißen Kleid. So steht den Herstellern ein größerer Gestaltungsspielraum für ihre Bikes zur Verfügung. Das Design des Max Drive hat sich auch modernisiert, ist jetzt abgerundet, sauber und schlüssig verschalt. Anders als bei den meisten anderen Bafangs ist für diesen Antrieb ein Rahmen notwendig, in den der Antrieb eingebaut werden kann.

Eine interessante Besonderheit ist der doppelte Tretlagersensor, einer für jede Kurbel. So sind erstmals auch Zero-Cadence-Reaktionen des Motors, wie sie zum Beispiel in den neuen Bosch Performance Line Antrieben erreicht werden, möglich.

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Auch der Max Drive ist modular

Ein vollständiges Max Drive System kommt auf ein Gesamtgewicht von knapp 4 kg. Allerdings ist bei Bafang der gesamte Antrieb wie gewohnt modular aufgebaut. Das bedeutet, dass Interessenten bei einem Direktkauf aus einer Reihe von Komponenten wählen und diese dann frei kombinieren können, oder zusätzlich erstehen, wie ein Schnellladegerät.

Dementsprechend gibt es den Energiespeicher als Gepäckträger-Akku oder aber in einer neuen Version, die auf das Unterrohr montiert wird. Die Akkus kommen aus dem Hause TD HiTech mit 44V  und 10,4 Ah, die Zellen sind von Samsung in der Anordnung 12S4P 3,6 Volt/2,9Ah. Die Kapazitäten liegen zwischen 450 bis 690 Wattstunden. Der Unterrohr-Akku ist zur Seite entnehmbar, was für bestimmte enge Rahmenausführungen wichtig ist. Zur Zeit testet auch Bafang noch, welche Rahmenausführungen mit ihrem Antrieb am besten harmonieren.

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Dazu nahm ein Team von Bafang Deutschland an der wiederbelebten „Rad am Ring“-Veranstaltung Teil. Das von Bosch ge-e-powerte 24h-E-Bike Rennen am Nürburgring fand zum zweiten Mal am letzten Juli Wochenende statt.

Serienreife E-Bikes mit Bafang Mittelmotor Max Drive stehen wohl erst 2016 in den Läden.

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