Tektro bringt E-Bike-optimierte Schaltung auf den Markt

Der Hersteller Tektro war bisher vor allem für seine Scheibenbremsen bekannt. Nun wagt das taiwanesische Familienunternehmen mit dem wartungsarmen Schaltungssystem ED9 den Sprung über das Bremssystem hinaus.

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Günstig, aber nicht billig

Seit 1986 produziert Tektro Fahrradbremsen. Heute stattet Tektro vor allem Fahrräder und E-Bikes aus der günstigeren Mittelklasse mit seinen hydraulischen und mechanischen Bremssystemen aus.

Obwohl Tektro sich damit eher bei günstigen E-Bikes sehen lässt, haben vor allem die hydraulischen Bremsen einiges zu bieten. Vor den Einsteigermodellen der großen Konkurrenz von Shimano oder SRAM muss sich der Hersteller schon lange nicht mehr verstecken.

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Sogar im hochwertigen Segment bietet Tektro mit seiner Marke „TRP“ neben Schaltsystemen bereits einige Bremssysteme an. Doch im High-End-Bereich wird der Markt weiterhin von Shimano, SRAM und Magura beherrscht.

Tektro ED9 ist wartungsarm und E-Bike-optimiert

Dementsprechend setzt die neue Schaltung Tektro ED9 dort an, wo Tektro am meisten Expertise hat: Beim Normalverbraucher, der keine hohen Ansprüche an seine Komponenten hat, sondern ein zuverlässiges Gesamtsystem mit so wenig Wartungsarbeiten und Kosten wie möglich fahren will.

Laut Angaben von Tektro kam der Impuls für die Entwicklung der ED9 Schaltung von den Kunden. Anfragen nach robusten und zuverlässigen Komponenten für den Alltagsgebrauch kurbelten die Entwicklung an. Dabei dachte Tektro nicht an das beste und effizienteste Schaltwerk, sondern an ein System, dass die tatsächliche Fahrweise der DurchschnittsfahrerInnen am besten bedient.

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Die Herausforderungen waren höher als man allgemein vermuten mag. Louis Tsai, TRP Entwicklungsingenieur bei Tektro erklärt: „E-Bikes, die im täglichen Einsatz sind, werden mindestens genauso hart beansprucht wie die Bikes der World Cup Rennfahrer.“ Das liegt vor allem an der Schaltfaulheit der FahrerInnen.

Fokus auf den kleinsten Ritzeln

Viele E-Biker fahren dauerhaft im Turbo-Modus auf den kleinsten Ritzeln. Der E-Bike Motor macht die Anfahrt in hohen Gängen möglich und so ist selbst im Stop-and-Go-Verkehr kein Schalten nötig. Zumindest, wenn man nur auf den Kraftaufwand schaut. In der Realität führt eine solche Fahrweise zu hohem Verschleiß. Bei herkömmlichen Schaltungen muss aufgrund der Abnutzung der kleinen Ritzel nach kurzer Zeit die gesamte Kassette getauscht werden – obwohl ein Teil der Ritzel nahezu unberührt sind.

Ritzel Tektro ED9 - eBikeNews
Leichter Austausch der unteren Reitzel: Das spart Kosten und Material

Zusammen mit der Fahrradmarke Conway hat Tektro mit der ED9-Schaltung ein System entwickelt, das sich genau auf diese Problemzone konzentriert. Bei dem 9-Gang-Schaltsystem mit einer 11-46er Kassette, sind die unteren Ritzel (11, 13, 16) separat austauschbar. Gleichzeitig ist das System mit einem 46er Ritzel an die leichte Bergauf-Fahrt angepasst. Denn wenn es am Berg anstrengend wird, schaltet dann doch ein Großteil der FahrerInnen in den leichteren Gang. Für saubere Schaltübergänge ist die ED9 auch mit einer automatischen Kupplung ausgestattet, welche die Kettenspannung aufrechterhält.

Tektro ED9 ab Frühjahr erhältlich

Die neue E-Bike-optimierte Schaltung wird es schon bald an den ersten E-Bikes zu sehen geben. Im Frühjahr 2022 soll die ED9 an den ersten Bikes verbaut werden. Zum Nachrüsten gibt es das System allerdings nicht.

Als erstes Modell wird das Conway Cairon genannt, welches zuvor mit der Technik von Shimano über die Straßen rollte.

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