Aus einem normalen Fahrrad ein E-Bike zu machen, ist mit den aktuell verfügbaren Nachrüstlösungen zwar umsetzbar, allerdings je nach verwendetem System, mit unterschiedlichem Schweregrad. Der jetzt angekündigte Velospeeder von Velogical zeichnet sich durch eine unproblematische Anwendbarkeit aus. Zwei kleine Motoren setzen dabei direkt auf der Felge des Hinterrads an und treiben das Rad auf diese Weise voran.

Bisherige Umbausätze sind so konzipiert, dass entweder das Vorderrad oder das Hinterrad durch ein Neues inklusive Motor ausgetauscht wird. Das erhöht deutlich das Gewicht des Rades.

Der neue Ansatz beim Velospeeder erinnert an die Funktionsweise eines traditionellen Reifendynamos. Nicht ohne Grund ist das so, denn die Firma Velogical stellt genau solche her. Im Gegensatz zu bisherigen Reibrollenantrieben, die direkt am Reifen aufsetzen, nutzt der Velospeeder die Felge. Zwei Motoren links und rechts am Rahmen befestigt klemmen quasi die Felgen ein und bringen sie zum rotieren, so zeigt es das Video.

httpv://www.youtube.com/watch?v=0ZG78xFisJs

Das geringe Gewicht resultiert aus den Miniaturmotoren, die an Systeme in ferngesteuerten Autos erinnern. Dennoch sollen sie je nach Variante 300 oder 600 Watt leisten und bis zu 40 Newtonmeter Drehmoment liefern können. Der Akku wird in einer kleinen Tasche am Unterrohr untergebracht. Er soll 92 Wattstunden freisetzen. Mit der Lithium-Polymer-Batterie könnte ein nachgerüstetes Fahrrad rund 20 Kilometer weit kommen.

Der vorgestellte Antrieb ist ein Prototyp. Ob und wann der Motor im Verkauf sein wird, ist bisher unklar.

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3 KOMMENTARE

  1. Reibsysteme zur Energieübertragung funktionieren nicht mal für die 5 Watt von einem Dynamo, weshalb die Welt auf Nabendynamos gewechselt hat. Ein Reibsystem an der Felge funktioniert dann, wenn überhaupt nur für die trockene Felge.

  2. Wolfgang M. sollte sich mit dem System technisch auseinandersetzen, mal einen Physiker fragen, ob er mit seiner aus dem Bauch heraus geholten Aussage richtig liegt. Er kann aber auch jemanden fragen, der bereits ein solches umgerüstetes Fahrrad fährt, und begeistert ist.

  3. Der partielle Druck auf die Felge wird reduziert je mehr Antriebsmotoren anliegen. An diesem System sind es 2. Der Wirkungsgrad ist jedoch durch die Reibung (Winkeldifferenzfehler -und Beschaffenheit der Reibpartner) begrenzt. Wir haben ja im umgekehrten Fall -beim Verzögern (fast) keine Felgenbremsen mehr -und der Velosolex mit Reibrolle ist aus diesem Grunde auch ausgestorben.
    Sieht man von diesen Unzulänglichkeiten einmal ab, ist es ein einfaches System, welches leicht und schnell eingebaut werden kann.

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