Zehus: Der Antrieb mit bahnbrechenden Technologien

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Zehus Antrieb Generation 2 - eBikeNews

Zehus, ein Elektronikhersteller aus Milano in Italien, präsentiert mit seinem neuen All-in-One Antrieb (AIO) der 2. Generation wieder einmal einen revolutionären Baustein in der eBike Szene.

Rekuperation und Smart Technologie

Wie bereits 2013 kommt damit ein Produkt auf den Markt, das den neusten Stand der Technik unterstreicht: Der intelligente und patentierte Zehus Bike+ Antrieb mit dem allerersten NON PLUG-IN-Hybridrad. Zehus macht mit diesem Produkt den Traum von intelligenter Mobilitätslösung in Verbindung mit Nachhaltigkeit, modernster Technologie und Innovation wahr.

Das neue Antriebssystem Bike+ ist in der Lage, die Energie, welche der Fahrer während des Tretens produziert, zu optimieren und dem System wieder zuzuführen. Somit ist wie bei einem Hybridauto kein Aufladen der Batterie mehr nötig. Der Energiespeicher ist im Motor integriert.

Zehus Antrieb AIO - eBikeNews

Zehus AIO 2 – Innovative Technologie

Durch das Zusammenbringen der Bauteile Motor, Batterie, Elektronik und des einzigartigen 4-Sensoren Systems, passt das AIO-System in eine technisch hochwertige, leichte und elegante Hinterradnabe. Man findet weder ein Kabel, noch ein Display oder einen sichtbaren Akku. Der verbaute Motor in der Hinterradnabe besitzt mit seiner intelligenten Steuerung die Möglichkeit, den Energiehaushalt des eBikes zu kontrollieren und den Akku während der Fahrt aufzuladen. Dadurch kann sich die Reichweite des eBikes extrem verlängern. 

Wie funktioniert der Zehus Antrieb genau?

Die Energiegewinnung für den Akku funktioniert ganz einfach. Nachdem man 10 km/h aus eigener Kraft erreicht hat, ist es möglich mit einer Rückwärtsbewegung der Pedale den E-Motor zu starten. Dieser unterstützt dann den Fahrer bis 25 km/h. Die Unterstützungsstufen sind mithilfe einer App, welche den Motor mit dem Smartphone verbindet, individuell einstellbar. 

Da laut Zehus-Studien der Fahrer bei höherer Leistung nicht bemerkt, dass ein Teil der von ihm aufgebrachten Energie in den Akku statt in den Vortrieb geleitet wird, soll die Technik am Fahrgefühl für den Fahrer nicht viel ändern. 

Die Rekuperation

Verbraucht der Fahrer auf Dauer mehr Energie als durch den Vorgang der Rückgewinnung in das System eingebracht wird, registriert das die in der Hinterradnabe versteckte Elektronik.

Der Motor beginnt dann, einen Teil der von dem Fahrer produzierten Tretenergie unbemerkt abzuzapfen. Durch ein zwischenzeitliches kurzes Rückwärtstreten kann der Fahrer diesen Vorgang sogar noch unterstützen, während das eBike gemütlich dahin rollt. Auch hier sollte allerdings klar sein, dass wenn der Akku spürbar geladen werden soll, man wahrscheinlich schon eine ganze Weile Rückwärtstreten muss.

Ein Teil der Tretenergie fließt somit als Strom in den Akku zurück. Sobald der Fahrer aufhört zu treten, wie zum Beispiel beim Bergabwärtsfahren oder Bremsen, wird die in der Hinterachse gewonnene Energie dem Akku ebenfalls zugeführt. Durch diese moderne Technologie der Energierückgewinnung, kann mit dem System von Zehus eine komplette Tagestour mit dem eBike geschafft werden, ohne dass ein Nachladen des Akkus erforderlich wird.

Explosionsdarstellung Zehus Antrieb - eBikeNews

Obendrein ist die speziell entwickelte Software in der Lage, mehr als 100 mal pro Sekunde die Fahrzustände zu analysieren. Daraufhin wird dann der Ladevorgang oder das Unterstützen beim Anfahren vollautomatisch geregelt. 

Ein absolutes Highlight ist das Leichtgewicht der Hinterradnabe von unter 3,5 kg, inklusive des 30 Volt-Lithium-Ionen-Akkus.

Bedienung des Zehus Antriebs

Neu ist darüber hinaus eine neue, komplett drahtlose Bedieneinheit für den Lenker. Damit kann der Fahrer bequem das regenerative Bremsen aktivieren, Unterstützungsstufen wählen und einen Extra-Boost abrufen. Mithilfe des neu entwickelten Active-Electric-Lock-System soll außerdem, bis auf den Besitzer selbst, niemand das E-Bike nutzen können.

Sowohl Zehus als auch die eBikeNews Redaktion empfehlen dennoch, bei längeren Stopps oder unbeaufsichtigten Aufenthalten, ein mechanisches Schloss zu verwenden.

Der Zehus Generation 2 Antrieb soll im Frühjahr 2020 erhältlich sein. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich über Fachhändler.

 

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7 KOMMENTARE

  1. Mich stört wie hier wie der Prozess der Energierückgewinnung beschrieben wird. Ein Teil der Energie wird zurück in den Akku geleitet und aufgrund eines technischen Geniestreichs merkt der Fahrer nichts davon? Also wurde hier ein anscheinend ein Perpetuummobile geschaffen, denn nach der klassischen Physik muss für jedes Watt welches in den Akku zurück fließt dementsprechend der Fahrer mehr treten. Und das merkt man da fürt kein Weg dran vorbei. Im Endeffekt ist dies ein normaler Hinterrad Motor, welcher sich übrigens im E-bike Markt nicht durchgesetzt hat. Mittelmotoren sind hier das Maß der Dinge. Und auch die Energierückgewinnung lohnt sich nicht, solange man nicht wirklich im Gebirge wohnt und durchgängig Bergab fährt. Denn so ein ordentlicher Fahrradakku braucht so gut 3 Stunden um voll aufzuladen. Und das bei voller Ladeleistung aus der Steckdose. Wenn man da mal 2 Minuten einen Berg runter fährt bringt das praktisch nichts. Und wenn ich selber trette um den Akku zuladen kann ich auch gleich normal Fahrrad fahren und muss mich nicht fürs aufladen extra abrakern. Und nein es liegt nicht daran, dass ich das super System nicht verstanden habe den es ist wie gesagt einfache Physik. Energie kann nicht aus dem Nichts geschaffen werden. Ich habe ja nichts gegen Neuentwicklung aber ich mag es nicht wenn man Leute das Blaue vom Himmel verspricht und dann Leihen wirklich glauben es gäbe ein E-bike welches sich von selbst aufllädt ohne das ich was merke. Wäre das so einfach und nicht komplett gescheitert wäre Bosch noch dran an dem Thema.

    • Hi, danke für deinen Kommentar. Tut uns leid, falls der Prozess etwas missverständlich dargestellt wurde. Auch wir sind mit dem Energieerhaltungssatz vertraut. Es handelt sich selbstverständlich nicht um ein Perpetuum mobile. Wie wir alle wissen, kann so etwas niemals funktionieren. Du hast vollkommen Recht – mit jedem Watt, was in den Motor zurückfließt muss der Fahrer mehr treten. Im Text steht allerdings, dass laut Zehus Studien, dem Fahrer das bei höherer Leistung eher nicht auffällt. Das bedeutet, dass lediglich ein Teil der eingesetzten Fahrerenergie genutzt wird, um den Akku wieder zu laden. Technisch soll das Ganze mit intelligenter Software so umgesetzt sein, dass es der Fahrer eben nicht oder nur wenig merkt. Hinterrad Motoren oder nicht ist denke ich dann eine andere Diskussion 😉

      Im Text habe ich versucht diese Tatsache nochmal deutlicher herauszustellen. Danke daher, für deinen Hinweis!

      Liebe Grüße, die Redaktion

  2. @somename
    Absolut auf den Punkt gebracht! 🙂
    Dieses Konzept wurde vor Jahren schon verworfen weil die Rückgewinnung bei so „leichten“ Fahrzeugen einfach zu sehr bremst. Ich bezweifle auch dass man das nicht merkt… Dass der Hersteller in einer eigenen Studie was anderes behauptet wundert mich jetzt auch nicht.
    Vor allem was nützt mir ein E-Bike wenn ich selbst anfahren muss? Unterstützung von 10-25… Das ich nicht lache! Da bin ich mit jeden leichten Bike ohne Motor schneller unterwegs und habe auch weniger Wartungskosten.

  3. Ich finde diesen Antrieb einfach genial. Ich wohne im Mittelgebirge in der Nähe von Innsbruck und suche schon seit langem nach einer Möglichkeit die Bremsenergie meines Ebikes sinnvoller zu nutzen als nur meine Bremsbeläge zu vernichten. Wenn nun beim Bremsen auch nur wenig Energie in den Akku zurück fließt ist das eine gute Sache. Ich werde mir dieses System ganz sicher näher ansehen. Danke für den Artikel.

  4. Hi All
    I have been using this hub drive here in the UK and think it is brilliant (the back pedalling brake works very well) if you are a commuter
    like me! But perhaps not if you are a olympieion/mathematician?

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