Maruqardt Komponenten sind eine der Neuheiten 2017

Der italienische Fahrzeugbau- und Tuningspezialist Polini Motori aus Italien steigt in den e-Bike Markt ein. Dafür nutzen sie Technik des Marquardt e-Bike Antriebssystems.

Update: Marquardt Technik für neuen italienischen e-Bike Hersteller Polini

Zum Einsatz in den Polini-Pedelecs kommen das TFT-Display sowie die Bedieneinheit von Marquardt. Diese sind modular einsetzbar und untereinander kompatibel. Für das Polini Bike entschied man sich für eine Kombination aus großem Display, das in der Lenkermitte angebracht ist, und einem kleinen Daumensatelliten. Von diesem Steuerungsmodul gibt es bei Marquardt drei verschiedene Modelle zur Auswahl. Durch die Wahl der Einheit, die ein Mini-Display direkt mit eingebaut hat, funktioniert die Steuerung des e-Bike Antriebs auch ohne das große Display. Eine kluge Option, wenn mit dem e-MTB mal wildere Fahrten geplant sind.

Foto: Courtesy Marquardt/ebikebiciive.it/Christiano Borghi

Polini stellte den EP-3 genannten Motor auf der CosmoBike Show in Verona vor. Dort zeichnete das Bewertungsgremium die Kombination aus Motor Made in Italy und Steuerung Made in Germany gleich mit dem großen Preis der Jury aus. Der Antrieb kann 250 beziehungsweise 500 Watt abgeben, hat 70 Nm Spitzenleistung und wiegt nur 2,8 Kg. Erhältlich ist er in vier verschiedenen Ausführungen, die auf den jeweiligen Einsatz abgestimmt sind. So erhalten e-MTBs eine andere Aussteuerung als City-Pedelecs. Sowohl der 400 Wh als auch der 500 Wh Akku sind schmal und gut in den Rahmen integrierbar.

Marquardt Allrad-Antrieb im 50gk+ e-Lastenrad von Pedalpower

Testsieger Long Harry mit Marquardt Antrieb

Das Cargo-e-Bike Long Harry von Pedalpower schlug die Konkurrenz im ExtraEnergy.org Spezialrad-Test 2016 in Sachen Kraft und Ausdauer um Längen. Der Grund? In diesem Lasten-e-Bike steckt der brandneue Allrad-Antrieb von Marquardt. Die Testfahrer zeigten sich begeistert über die angenehm ausgesteuerte Unterstützung, die sich gleichmäßig auf Vorder- und Hinterrad verteilt. Volle Punktzahl gab es für die hohe Leistungskraft des Motors, der auch mehr als 50kg an Gepäck mühelos den Berg hoch bekommt. Durch den Einsatz eines Doppel-Akkus ist zudem die Reichweite des e-Lieferfahrzeugs beeindruckend. Mit der Testsieger-Auszeichnung hat Marquardt wohl einen optimalen Markteintritt im e-Mobility Sektor hingelegt.

Bekannt für Schalter-Technik und Automotive Lösungen präsentieren die Süddeutschen ein Komplett-System, das sich modular nutzen lässt. Dabei baut Marquardt auf seine langjährige Erfahrung in Entwicklung und Bau von elektromechanischen Sensoren, Schaltern und Steuerungen. Auf der Eurobike Show 2016 war der e-Bike Antrieb erstmals mit allen Modulen zu sehen.

Komplett-System mit individuell einsetzbaren Komponenten

Marquardt bietet e-Bike Herstellern ein System an, das aus Motor, Motorsteuerungseinheit, Akku, Display, Nahbedienteil und Sensoren besteht. Dabei ist jede Komponente in mehreren Ausführungen vorhanden, so dass eine für den jeweiligen Einsatzzweck passende Zusammenstellung möglich ist. Dazu gehören Front-, Hinterrad und Mittelmotor und die darauf abgestimmte Steuereinheit, die entweder im Rohr versenkt ist oder additiv an Rohr oder direkt an den Akku andockt. Die Batterie selbst ist ebenfalls in das Unterohr integrierbar, kann aber genau so gut auch unter dem Gepäckträger oder am Sattel- oder Unterrohr ihren Platz finden. Die Akkus kommen mit 400, 500 und sogar 650 Wh Kapazität daher.

Marquardt Display und Steuerung am Polini e-Bike
Marquardt Display und Steuerung am Polini e-Bike (Foto: Courtesy Marquardt/ebikebicilive.it/Christiano Borghi)

Scharfe Displays für jeden Geschmack

Ein hochauflösendes, Smartphone erkennendes Display und drei verschiedene Nahbedienteile für den Lenker zeigen, dass die Entwicklungsabteilung von Marquardt weiß, was e-Bike Fahrende brauchen.

Was an diesem Angebot sofort heraus sticht, ist die hohe Qualität die intelligenten Display- und Nahbedienteil-Ausführungen. So ist einerseits ein übersichtlich gestaltetes TFT-Display erhältlich, was über USB- und Bluetooth-Schnittstelle verfügt. Dieses kann neben den üblichen Anzeigen zu Fahrleistung und Akkustand Meldungen vom Smartphone spiegeln, beispielsweise die vorher in einer Navi-App festgelegte Route. Mittels zwei Pfeilen zeigt das Display dann die nächsten Abbiege-Hinweise an. Umgekehrt zeichnet der Bordcomputer die Fahrdaten auf, die sich dann von den Anwender/innen auslesen, auswerten und anzeigen lassen. Im nächsten Jahr wird es das Display auch in einer abgespeckten Version geben, die mit Dot-Matrix Anzeige preislich günstiger, aber im Sonnenlicht dennoch optimal lesbar ist.

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Schon jetzt stehen drei Versionen des Nahbedienteils zur Verfügung, Drive, Connect und Comfort. Bei der Minimal-Variante Drive lenkt nichts vom Fahrgeschehen ab, denn es fungiert als reine Anwahl der Motorsteuerung. Dazu wird Ladestand und die aktuelle Unterstützungsstufe angezeigt. Das Connect kommuniziert über Bluetooth mit dem eigenen Smartphone und verfügt über einen kleinen Joystick mit dem man die Display-Funktionen anwählt. Von den drei Varianten bietet das Comfort Nahbedienteil die meisten Funktionen, ausreichend um auf ein extra Display verzichten zu können. Denn in dem Daumensatelliten ist bereits ein mini Dot-Matrix-Display integriert, das schnellen Überblick über die wichtigen Daten liefert.

Marquardt e-Bike Antrieb im Vorderrad

Allrad-Antrieb und Power fürs e-Lastenrad

Zwei Motoren in ein Antriebssystem zu integrieren ist eine Herausforderung, die Marquardt spielend meistert. Für diese Kombination ist eine exakte Auslesung der Sensoren von Bedeutung sowie die exakte Abstimmung der Motorleistung. Marquardt kann dabei Front- und Hinterradnaben-Motoren an einem e-Bike verwalten und so einen Allradantrieb liefern. Wie gut das funktioniert, konnte Pedalpower in ihrem e-Lastenrad für Zuladungen über 50kg zeigen.

Darüber hinaus ist aber auch der Einsatz von zwei Motoren an e-Lastenrädern möglich, die mehr als zwei Räder haben. In diesem Fall wird die jeweilige Motorleistung der Radachsenbelastung angepasst. Durch Sensoren, die die Kettenspannung messen und solchen, die Torque und Kadenz am Tretlager ablesen, kann Marquardt auf exakte Datenanalyse vertrauen.

Das Marquardt System ganz neu auf der Eurobike 2016

Den Schalter umlegen mit Marquardt

Das Familienunternehmen Marquardt mit Hauptsitz in Rietheim-Weilheim ist Weltmarktführer in Sachen elektrischer Schaltungen. Wer zuhause einen Kaffeeautomaten hat, oder das Auto mit Funkschlüssel öffnet, hat Marquardt sicherlich bereits zuhause. Sensorik, Motorsteuerungen und Systemintegration sind die Stärken der Firma mit Sitz in der Nähe von Stuttgart. Diese Kernkompetenzen aus dem Automotive und Anwenderbereich hat man zusammen genommen, womit eins offensichtlich wurde. Marquardt bringt schon alles mit, was es für Entwicklung und Bau eines vollständigen, aber modular einsetzbaren e-Bike Antriebs- und Steuerungssystems braucht.

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