YouMo DT im Test: das neue Cruiser e-Bike

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Die Coolness gepaart mit Fahrkomfort ist zurück in der Stadt. Der YouMo DT e-Cruiser mit neuem Motor ist zu Besuch und wir haben die Möglichkeit ihn ausgiebig zu testen.

Fazit

Bewertung1,4Sehr gut20. Februar 2019

Das YouMo DT ist ein echter e-Cruiser und sorgt durch die besondere Rahmenform und den gut abgestimmten Motor für sofort erfahrbare Entschleunigung. Es ist die vielleicht bequemste Art der e-Bike Mobilität in stilvoller Form. Dass der Akku nun sicher und geschützt im Rahmen integriert ist erweist sich dazu als sehr praktisch. Die hohe Qualität und Abstimmung aller Komponenten begeistern und sorgen für sicheres und störungsfreies Fahren. Alle Bedienelement funktionieren bestens. Sicheres Schalten, leichtes Wechseln der Unterstützungsstufen und die sehr guten Bremsen vermitteln Sicherheit.

Vorteile
  • Tolles Fahrgefühl
  • Lautloser und kräftiger Antrieb
  • Bequemer Sattel
  • Hohe Qualität der Komponenten
Nachteile
  • Kleiner Kettenschutz
  • Etwas erhöhtes Gewicht

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Auch beim YouMo DT ist es kaum möglich, unerkannt durch die Stadt zu fahren. Von allen Seiten bemerkt man staunende Blicke. Das Design und die besondere Sitzposition sorgt für Aufsehen. Jedem Interessierten, dem wir anbieten eine Runde zu drehen meint spätestens danach staunend und lächelnd: „Das ist ja ein cooles Teil“ – das finden wir auch.

Bequemer Hingucker mit Mittelmotor

Anfang des Jahres sind die Schatten noch lang und die Temperaturen frisch. Wir freuen uns dennoch auf stilvolles, urbanes e-Cruisen. Das für unseren Test gelieferte Youmo DT X ist ein Vorserienmodell in Creme Weiß mit roten Felgen. Knapp hundert Kilometer geht es damit bei verschiedenen Witterungen durch Berlin und Umgebung. Gegenüber dem Modell YouMo One C gibt es einige Unterschiede. Das einzigartige Cruisegefühl ist aber zum Glück geblieben.

Was ist neu beim YouMo DT?

Neu ist ein Mittelmotor anstelle des Hinterrad-Nabenmotors, je nach YouMo Modell, ein E6100 oder ein E8000 von Shimano. Der Akku ist nun im Rahmen vollständig integriert. Außerdem ist das dezente Kettenschutzblech weggefallen. Jetzt sitzt der Schutz direkt am Kettenblatt.

Die Abmessungen sind gleich geblieben. Die Folgen der besonderen Rahmenform, des Sattels und Abmessungen hatten wir im Test des YouMo One C bereits beschrieben. Die damit verbundene besondere Sitzposition und Entlastung von Knie und Handgelenken hat der Schweizer Hersteller so beibehalten. Auch die Möglichkeit, Sattel- und Lenkerhöhe in weiten Bereichen zu ändern, ohne dass dadurch die Bewegung eingeschränkt würde, schätzen wir sehr.

Was gegenüber dem weiterhin erhältlichen Modell mit Hinterrad-Motor auffällt, ist der veränderte Rahmen. Hier ist der Akku komplett integriert und damit sehr gut geschützt. Der neue kompakte Shimano STEPS E8000 integriert sich gut in das Design und fällt kaum auf. Wie sind die Auswirkungen auf die Bedienung und das Fahrverhalten?

Fahreindruck

Gestartet wird das Youmo DT durch Tastendruck auf das mittig angebrachte und sehr gut ablesbare Display. Die drei Unterstützungsstufen Eco, Trail, Boost und der Schiebemodus lassen sich links am Bedienteil schalten. Die Tasten sind schön groß und dank deutlichem Druckpunkt selbst mit Handschuhen intuitiv zu bedienen. Bedingt durch die besondere Sitzposition ist weniger Druck auf die Pedale auszuüben. Das macht der starke Motor wett. Der E8000-Antrieb ist der kräftigste von Shimano und findet mit seinen 70 Nm Drehmoment vor allem bei E-Mountainbikes Verwendung. Alles bereit zum Cruisen.

Cruisen

Der Antrieb lässt sich wunderbar leicht treten und ist dabei sehr leise. Er reagiert sehr empfindlich auf den Pedaldruck und dosiert die Unterstützung präzise – vorbildlich. Er unterbricht verzögerungsfrei, sobald der Fahrer oder die Fahrerin mit dem Treten aufhört. Gegenüber dem YouMo One C – mit seinem Nabenmotor – ist die Unterstützung dabei deutlich stärker von der Trittfrequenz abhängig. Der richtig eingelegte Gang ist damit wichtiger als beim Schwestermodell, bei dem man dazu verleitet wird, den Motor arbeiten zu lassen, statt in den bestmöglichen Gang zu schalten.

Mit den drei Unterstützungsstufen ist es möglich, dies gut auszugleichen. Die Unterstützungstufe Boost ist dabei sehr kräftig. Mit ihr lässt es sich leicht jeden Hang erklimmen oder schwungvoll nach jedem Ampelstopp beschleunigen. Mit dem Eco-Modus geht es entspannt durch die Ebene und mit der Trail-Stufe cruised es sich entspannt dahin. Im Serienmodell soll diese Stufe dann sogar per Bluetooth über eine Handyapp individuell anpassbar sein.

Bremsen und Schalten

Die Magura Scheibenbremsen lassen sich sehr gut dosieren und sprechen bei Bedarf kräftig an. Entspannt sind nur ein oder zwei Finger für die Verzögerung ausreichend. Die Shimano SLX Schaltung ist angenehm leise und schaltet alle 11 Gänge bemerkenswert präzise. Die Übersetzungen sind genau richtig gewählt: Mit dem kleinsten Gang kommt man auch große Steigungen hinauf, beim großen lässt es sich bei schneller Fahrt gut mittreten.

Stellt man das YouMo DT auf den stabilen Ständer ist der integrierte Akku direkt am Rad zu laden. Ein Aufladen mit dem starken Ladegerät ist nach Entriegeln und Entnahme ebenso außerhalb möglich. Das Display ist leicht abnehmbar und kann zum weiteren Schutz des e-Bikes mitgenommen werden. Praktisch ist das bereits vom YouMo One bekannte Lenkradschloss, das einem meist das Mitführen eines schweren Schlosses erspart.

Das YouMo DT kostet je nach Ausstattung ab 3.650 Euro.

Für wen ist das YouMo DT e-Bike geeignet?

– Vor allem für ganz viele, die auf den ersten Blick meinen, dass so etwas sicher nicht das Richtige für sie ist
– Menschen mit Knie-, Schulter-, oder Handgelenksbeschwerden
– Für die Stadt, für die Ebene und kurze, steile Steigungen
– Für schwere Fahrer. Dank der hohen Zuladung (je nach Modell bis 150-180 kg) und der Rahmengeometrie
– Wer gerne etwas auffallen möchte und Menschen kennenlernen möchte

Für welche Anwendungen ist es weniger geeignet?

– Extrem steile Anstiege auf unbefestigten Wegen
– Tragen und Heben über mehrere Stufen sind eine Herausforderung. Zwar lässt sich das Rad gut am Sattel und der mittleren Stange greifen und das Gewicht ist gut verteilt. Aber es bleiben eben doch knapp 28 kg.

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Technische Daten und Infos

Bezeichnung: YouMo DT X

Antrieb: Shimano Steps E8000, Nennleistung 250W, max. Drehmoment 70 Nm
Einstellmöglichkeiten Antrieb: 3 Unterstützungsstufen (Eco, Trail, Boost)
Akku: 504Wh /36V
Bremsen: Scheibenbremsen Magura MT4 (Serienmodell Shimano SLX BL-M7000)
Kettenschaltung: 11-Gang Shimano SLX
Rahmenmaterial: Aluminium
Gesamtgewicht: 28kg (gewogen)
Zulässiges Gesamtgewicht: 180 kg
Federung: keine, gefederte Sattelstütze und Federgabel sind aber optional erhältlich
Reifengröße: 24″x3″
Ladegerät: 36V/4A

2 KOMMENTARE

  1. Das Bild und der Preis in der Übersicht (Tiefeinsteiger, € 4.450) passen nicht zu den Bildern und dem Preis im Testbericht. Zu dem hohen Preis muss man die Federgabel und Sattelfeder noch extra bezahlen? Dass vergrätzt! Dann lieber noch höherer Preis und komplettes Angebot.

  2. was mich immer irritiert , da heisst es steile lange steile strecken können gefahren werden. wenn man dann weiter liest heisst es *Extrem steile Anstiege auf unbefestigten Wegen* ist es weniger geeignet was nu, entwerder man kann damit fahren oder nicht. aber genau darum gehts mir das man mit so einen e-bike diese strecken fahren kann und muss. denn sonst hilft es mir nicht wenn ich ein e-bike kaufe um dann am auto hängen zu lassen wenn ich unterwegs bin.

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