bike+: Elektrorad kommt ohne Steckdose aus

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Bike+ Akku, der 450 Gramm wiegt und bis zu 80 Wh an Energie liefert / Foto: Giovanni Alli (move.dei.polimi.it)

Ein E-Bike, das komplett ohne Aufladen auskommt? Das hat die Uni Mailand in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren, darunter die Fahrradschmiede Bianchi, entwickelt. Damit ist das bike+ das erste Pedelec, das auf die klassische Stromzufuhr verzichtet.

Im Gegensatz zu bisherigen Elektrofahrrädern, die mit einem großen Akku bestückt, den Fahrenden mit zusätzlicher Kraft unterstützen, setzt das bikeplus nur auf Muskelenergie, eine kleine Batterie und Intelligenz.

Funktionsprinzip für höhere Reichweite

Die raffinierte Steuerung, die per Smartphone justierbar ist, spielt eine große Rolle. Tritt der Fahrer ordentlich in die Pedale, lädt sich der kleine Akku mit gerade einmal 450 Gramm Gewicht auf. Lässt die Muskelkraft nach, gelangt Elektropower in den Nabenmotor, der so die Effektivität beim Treten erhöht. Geht es beispielsweise bergab, kann der Fahrer dennoch entspannt die Pedale rotieren lassen und schafft sich damit einen Reichweitengewinn.

Funktionsfähige Prototypen sollen bewiesen haben, das sich – verglichen mit normalen Fahrrädern – bis zu 40 Prozent längere Strecken zurücklegen lassen. Ein Smartphone soll dazu als Steuergerät dienen, das mit dem Antrieb per Bluetooth in Verbindung steht. So lassen sich verschiedene Parameter einstellen, darunter das City- oder Sport-Programm.

Einsatzbereiche und Marktreife

Bisher sind E-Bikes/Pedelecs noch recht teuer, was unter anderem mit dem Akku zu tun hat. Da im bike+ ein relativ preiswerter Akku, der im Schutzblech sitzt, zum Einsatz kommt, dürften sich die Herstellungskosten reduzieren. Daher dürfte auch der Preis eines marktreifen Modells zwischen dem einem Fahrrad und dem eines Pedelecs liegen. Auch der Einsatzzweck liegt irgendwie zwischen beiden Zweirädern. Längere Strecken sind damit zwar nicht so gut zu meistern, wie mit einem E-Bike, das auf Langstrecken ausgelegt ist.

Aber für die Stadt mit viel „Stopp und Go“ dürfte das bike+ ideal sein, da es den Energieverlust durch das Anfahren und Abbremsen verringert. Auch in hügeligen Gegenden mit viel „auf und ab“ macht das „ebikeplus“ sicherlich eine gute Figur.

Wann das intelligente E-Bike/Pedelec in Serie geht, ist noch ungewiss. Marktreife Modelle seien jedoch schon für 2013 geplant.

 

 

 

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