Freigelände West: Danny MacAskill´s Drop and Roll Tour

Die wichtigste Messe der Fahrradwelt endete am Wochenende erfolgreich. Aufgrund der andauernden Beliebtheit ist für 2016 ein weiterer Publikumstag geplant. Das große Interesse an E-Bikes bestätigt die weiter steigende Kauf- und Zahlungsbereitschaft der Kunden.

Bei der 24. Eurobike versammelten sich über drei Tage lang knapp 46.000 Fachbesucher aus 103 Ländern am Bodensee. Zu den 1.350 Ausstellern gesellten sich 1.766 Journalisten. Am Publikumstag drängten sich 20.730 Fahrrad-Fans auf der Messe. Die kleine Stadt Friedrichshafen sowie die umliegende Gegend war im Ausnahmezustand.

Im nächsten Jahr wird deshalb der Sonntag als zweiter Publikumstag eingeführt. Die Eurobike 2016 findet dann von Mittwoch, 31. August bis Sonntag, 4. September statt. Der Demoday entfällt. E-Bikes können stattdessen an allen Tagen ausführlich getestet werden.

Eurobike Demo Day 2015 Testparcours.
Der Demo Day fand 2015 zum letzten Mal statt. Stattdessen wird es dauerhaft mehr Testmöglichkeiten geben.

Der Grund für den Auflauf ist eine florierende Zweirad-Industrie. 70 Prozent der Eurobike Fachbesucher bewerteten die wirtschaftliche Situation der Branche als wachsend. Der Aufschwung ist vor allem elektrisch getrieben. Laut dem Verband des Deutschen Zweiradhandels (VDZ) liegt der Umsatzanteil von E-Bikes bei 41%. In Stück sind es 16%.

Schätzte der Zweirad-Industrie Verband (ZIV) bereits zu Beginn der Messedass noch in diesem Jahr wieder über eine halbe Million E-Bikes verkauft werden, bestätigt dies auch der Verbund Service und Fahrrad (VSF). Dessen Vorstand Albert Herresthal weist gegenüber der Fachzeitschrift SAZ zudem auf die gesellschaftliche Bedeutung des Pedelecs hin, kritisiert aber das mangelnde Interesse der Politik. Statt Elektroautos sollten Elektroräder gefördert werden, meint Herresthal.

„Aus Sicht des VSF sollte es um eine nachhaltige Mobilität gehen, die es menschen ermöglicht, ohne Stau, Lärm und Umweltbelastungen schnell von A nach B zu kommen. Wenn dies mit dem E-Bike geschehen kann, ist dies gerade in Ballungsgebieten die effizienteste Lösung.“

Pedelec Handel wächst

Für den Fahrradhandel sind Pedelecs das Geschäft des Jahrhunderts. Mittlerweile bewerten 75% der Fachhändler die E-Bike Verkäufe als „gut“ oder „sehr gut“, zeigt das Bike-Barometer der SAZ. Kein Wunder, steigen doch die Durchschnittspreise kontinuierlich an. Für ein Pedelec zahlten Kunden im Jahr 2014 im Schnitt noch 2.350 Euro. In diesem Jahr sind es 2.407 – Tendenz steigend. S-Pedelec Preise lagen 2015 bei durchschnittlich 3.384 Euro.

E-MTB Haibikes
E-MTB boomen. Auf der Eurobike 2015 gab es ganze Sortimente der sportlichen Pedelecs.

Die hohe Kauf- und Zahlungsbereitschaft bestätigt eine Umfrage des Delius Klasing Verlages unter 30.000 Lesern. Abonnenten der „E-Bike“ sind demnach bereit bis zu 3.053 Euro für ein Elektrorad auszugeben. 42% ersetzen mit ihrem E-Rad dabei ein Auto. 40% aller Befragten sind sich einig, dass sich besonders E-Mountainbikes langfristig durchsetzen werden. Hier werden zunehmend jüngere Käufergruppen elektrisch erschlossen.

4 KOMMENTARE

  1. Wer braucht schon so teures E bike. Das sind für mich nur Idioten die zuviel Geld haben. Die Radfahrer werden immer fauler und fetter .

    • Ich, brauch eins.
      Habe MS und meine Beine werden immer schwächer.
      So kann ich wenigstens noch fahren.
      Daran solltest du denken, Michael, bevor du solche Kommentare abgibst.

  2. Das Leben ist nun mal nicht schwarz/weiss. Wir haben kein Auto und das E-Bike ist ein grosse Hilfe für die unverschwitzte Fahrt zur Arbeit, Kundenbesuche, Einkäufe. Auch ein teures E-Bike ist dann immer noch viel billiger und Service freundlicher als ein Auto. Na ja, das Wetter. Die meisten Fahrdistanzen liegen bei 3-8km. Dafür kann man sich passend anziehen.
    Vielleicht legt Michal seine Strecken bequem mit dem Auto zurück und braucht das Fahrrad nur als gelegentliches Sportvehikel.
    Je nach Gebrauch und Situation gibt es nun

  3. Wir haben kein Auto. Das E-Bike ist ein hervorragendes Verkehrsmittel für den unverschwitzten Arbeitsweg in die Stadt, für Kundenbesuche, für die Einkäufe.
    Selbst ein teures E-Bike ist immer noch viel billiger als ein Auto. Die Service- und Unterhaltskosten sind vergleichsweise gering.
    Autofahrer, welche ihre Strecken bequem, vollmotorisiert, klimatisiert zurücklegen und das Fahrrad nur als Sportvehikel gebrauchen, haben sicherlich eine andere Einstellung zum Fahrrad und zum E-Bike. Allerdings auch die Puristen, die Kämpfer auf dem Rad.
    Ich hoffe Michael fährt selbst viel mit dem Bike und nur selten Auto. Das wäre gut für seine Figur, die Strassenbelastung und die Umwelt.

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